Schweizer Großbank Credit Suisse droht Ausschluss vom US-Pensionskassengeschäft

Schon wieder Ärger für die Credit Suisse: In den USA läuft derzeit eine Prüfung der Behörden, ob die Schweizer Bank ihr dortiges Pensionskassengeschäft weiter führen darf.
Überprüfung der Behörden: Womöglich darf Credit Suisse bald nicht mehr im Pensionskassengeschäft tätig sein

Überprüfung der Behörden: Womöglich darf Credit Suisse bald nicht mehr im Pensionskassengeschäft tätig sein

Foto: Mike Segar / REUTERS

Der Credit Suisse droht neuer Ärger. Laut verschiedenen Medienberichten ist das Pensionskassengeschäft der Schweizer Großbank in den USA in Gefahr. Denn aktuell gebe es eine Überprüfung der Behörden, ob das Finanzinstitut in den Vereinigten Staaten in dem Sektor weiter tätig sein dürfe. So berichteten die Nachrichtenagentur Bloomberg sowie verschiedene Schweizer Wirtschaftsmedien, dass der Status der Bank als sogenannter Qualified Pension Asset Manager (QPAM) gefährdet sei. Sie berufen sich dabei auf eine Meldung im sogenannten "Federal Register" der USA. Konkret drohe der Credit Suisse damit, dass sie den Zugang zu der besonderen regulatorische Ausnahmeregelung als QPAM verliert.

Credit Suisse half bei Steuerhinterziehung

Im Jahr 2014 hatte sich die Credit Suisse schuldig bekannt, US-Bürgern bei der Steuerhinterziehung geholfen zu haben. Daraufhin hat die Bank beim Arbeitsministerium einen Antrag einreichen müssen, um weiterhin US-Pensionsfonds verwalten zu können. Der Credit Suisse wurde eine einjährige Verlängerung gewährt, gefolgt von einer fünfjährigen Ausnahmegenehmigung zur Fortsetzung der Geschäftstätigkeit.

Auf diese könnten sich die Banken in dem wichtigen Markt bei der Verwaltung von US-Pensionsfonds verlassen. In der Mitteilung im Register heißt es nun, dass das Arbeitsministerium aufgrund der früheren Verurteilungen und des Fehlverhaltens der Bank prüfen werde, ob der Status der Großbank als "qualifizierte professionelle Vermögensverwalterin" verlängert oder widerrufen werden soll.

Unternehmen oder Einzelpersonen, die vom US-Arbeitsministerium beaufsichtigte Renten verwalten, müssen im Falle bestimmter strafrechtlicher Verurteilungen eine Genehmigung zur Fortführung ihrer Tätigkeit einholen.

Das US-Arbeitsministerium hatte den QPAM-Status der Credit Suisse um ein Jahr verlängert. Die Verlängerung sei jedoch erfolgt, "um sicherzustellen, dass die abgedeckten Pensionspläne und deren Teilnehmer und Begünstigte geschützt sind", so der Wortlaut der Meldung. Die Überprüfung folge derweil auf das Schuldeingeständnis der Bank im Mosambik-Komplex.

sio/dpa