Großbank Credit Suisse macht Schweizer Umbau teilweise rückgängig

Die Credit Suisse nimmt an der neuen Aufstellung bereits eine Anpassung vor. Der Bereich Private Banking Switzerland soll wieder Teil der Division Schweiz werden.
Credit Suisse nimmt Anpassung vor: Der Bereich Private Banking Switzerland wird wieder Teil der Division Schweiz

Credit Suisse nimmt Anpassung vor: Der Bereich Private Banking Switzerland wird wieder Teil der Division Schweiz

Foto: ENNIO LEANZA / EPA

Die Credit Suisse nimmt an der im November angekündigten neuen Aufstellung bereits wieder eine Anpassung vor. Der Bereich Private Banking Switzerland werde wieder Teil der Division Schweiz, hieß es in einer Mitteilung. Bisher sollte das von Serge Fehr geleitete Geschäft mit Kunden in der Schweiz, die auf Vermögen von 250.000 bis 50 Millionen Franken kommen, in die neugeschaffene Division Wealth Management integriert werden. Über die organisatorische Änderung hatte zuvor bereits die Online-Publikation "Finews" berichtet.

"Wir haben die Vor- und Nachteile verschiedener Modelle sorgfältig abgewogen und sind zum Schluss gekommen, dass die Betreuung unserer Private-Banking-Kundschaft der Segmente Affluent und High-Net-Worth in der Swiss Bank die beste Strategie ist, um unsere Stärken zu nutzen sowie unsere strategischen Ziele zu erreichen", hieß es in dem Memo von Schweiz-Chef André Helfenstein an die Mitarbeiter.

Der im Zuge von Quarantäne-Verletzungen inzwischen zurückgetretene Credit-Suisse-Verwaltungsratspräsident Antonio Horta-Osorio hatte vor knapp vier Monaten einen Konzernumbau auf den Weg gebracht. Als Teil der über Monate erarbeiteten neuen Aufstellung wurde das zuvor auf drei Sparten verteilte Kerngeschäft mit vermögenden Privatkunden in einer Division zusammengezogen. Mit dem Entscheid, dass der Bereich Private Banking Switzerland ab dem 1. April 2022 wieder zum Schweiz-Geschäft gehört, wird diese Weichenstellung nun teilweise rückgängig gemacht. Weiterhin Teil der Division Wealth Management soll das Geschäft mit in der Schweiz angesiedelten Superreichen bleiben.

sio/dpa
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