Sonntag, 20. Oktober 2019

Privat- und Geschäftskundensparte sollen Federn lassen Stellenabbau bei Commerzbank konkretisiert sich

Der angekündigte Stellenabbau bei der Commerzbank konkretisiert sich offenbar
Boris Roessler/ DPA
Der angekündigte Stellenabbau bei der Commerzbank konkretisiert sich offenbar

Der Privat- und Geschäftskundensparte der Commerzbank drohen einem Medienbericht zufolge harte Einschnitte. Demnach sollen unter Berücksichtigung der geplanten Comdirect-Integration Stellen in "vierstelliger" Höhe abgebaut werden. Das gehe aus einem Schreiben des Gremiums an Mitarbeiter hervor, berichtete das "Handelsblatt".

Die Bank wolle rund 250 Zweigstellen dichtmachen und zugleich 50 Filialen "an interessanten Lokationen" neu eröffnen. Der Betriebsrat kritisierte die Pläne: "Auch wenn es zu Schließungen von Filialen käme, ist aus unserer Sicht ein weiterer Personalabbau gleichbedeutend mit dem Zusammenbruch des Filialbetriebs."

Eine Sprecherin der Bank verwies nach dem Bericht darauf, dass Einzelheiten noch nicht feststünden und noch mit den Arbeitnehmergremien zu verhandeln seien.

Der Aufsichtsrat der Commerzbank hatte zuletzt einem umfangreichen Sparpaket zugestimmt. Demnach sollen unter anderem sollen 200 Filialen geschlossen, rund 4300 Jobs abgebaut und die Comdirect vollständig übernommen werden.

Bis zum Jahr 2023 will die Commerzbank ihre Kosten so um 600 Millionen Euro verringern. "Der damit verbundene Stellenabbau ist leider notwendig", hatte Commerzbank-Chef Martin Zielke erklärt. Die Commerzbank verkauft dazu auch ihre polnische Tochter mBank. Der geplante Abbau der 4300 Vollzeitstellen entspreche ohne mBank einem weiteren Kostenrückgang von 14 Prozent.

rei/dpa

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung