Sanierungspläne der Coba Commerzbank-Chef erwägt Null-Dividende

Commerzbank-Chef Zielke wird wohl am Freitag sein Sanierungsprogramm vorstellen. Tausende Jobs stehen nach Berichten auf der Kippe, der Umbau wird viel Geld verschlingen. Die Dividende könnte deshalb ausfallen.
Martin Zielke:

Martin Zielke:

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

Die in der Finanzkrise staatlich aufgefangene Commerzbank hatte für das vergangene Jahr erstmals wieder Dividende gezahlt. Nicht viel, aber immerhin 20 Cents. Es war vor allem ein Signal, das zeigen sollte: Seht her, wir schaffen es, wir haben das Gröbste hinter uns!

Doch nun müssen sich die Aktionäre offenbar wieder auf eine Null-Diät einstellen. Angesichts der Kosten für den Umbau der Bank plane der Vorstand, die Ausschüttung für das laufende Jahr zu streichen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf Finanzkreise. Analysten rechneten für 2016 bislang mit einer Dividende von etwas weniger als 20 Cents.

Der geplante Umbau der Commerzbank soll laut dem "Handelsblatt" bis 2020 dauern und einen Restrukturierungsaufwand von bis zu einer Milliarde Euro verursachen. In den kommenden Jahren sollten rund 9000 Jobs wegfallen.

Die Ressorts der Bank sollen auf zwei Säulen stehen: eine Sparte für Firmenkunden und eine für Privatkunden. Noch habe der Aufsichtsrat der Bank die neue Strategie nicht abgesegnet. Die Bank habe die Informationen der Zeitung nicht kommentieren wollen. Vorstandschef Martin Zielke arbeitet seit seinem Amtsantritt im Mai an einer neuen Strategie für die Bank. Am Freitag will er sie öffentlich vorstellen.

Bereits in der vergangenen Woche hatte das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit den Planungen vertraute Personen berichtet, dass mindestens 5000 der derzeit konzernweit rund 50.000 Jobs gestrichen werden sollen. Die "FAZ" hatte sogar von einer fünfstelligen Zahl von wegfallenden Arbeitsplätzen berichtet.

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rei mit Nachrichtenagenturen
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