Steigende Energiekosten Commerzbank erwägt offenbar weitere Filialschließungen

Die Commerzbank will laut Insidern noch mehr Filialen schließen als geplant. Damit reagiert die Bank auf die steigenden Energie- und Personalkosten. Commerzbank-Chef Manfred Knof hatte bereits im vergangenen Jahr massive Kürzungen beschlossen.
Auf Sparkurs: Manfred Knof (57), seit Januar 2021 Commerzbank-Chef, streicht das Filialnetz der Bank offenbar noch stärker zusammen

Auf Sparkurs: Manfred Knof (57), seit Januar 2021 Commerzbank-Chef, streicht das Filialnetz der Bank offenbar noch stärker zusammen

Foto: Arne Dedert / dpa

Die Commerzbank will Insidern zufolge ihr Filialnetz möglicherweise noch stärker zusammenstreichen. Bei den Überlegungen gehe es um eine Verkleinerung von 450 auf 400 Geschäftsstellen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Diskutiert werden solle der Plan beim jährlichen Strategietreffen der Bank am 28. September. Mit der weiteren Kürzung will die Bank demzufolge steigenden Energie- und Personalkosten entgegenwirken.

Die Commerzbank wollte die Informationen auf Anfrage weder bestätigen noch dementieren. Jetzt gelte die Aufmerksamkeit dem Auf- und Ausbau der digitalen Zugangswege und der zwölf Beratungscenter, hieß es. Das Geldhaus richte sich bei seinem Betreuungskonzept nach dem Verhalten der Kunden.

Vor Beginn der Corona-Pandemie hatte das Institut bundesweit noch etwa 1000 Filialen. Anfang vergangenen Jahres beschloss es unter neuer Führung von Manfred Knof (57), seit Januar 2021 Commerzbank-Chef, eine Verkleinerung von 790 auf 450 Standorte. Dieses Ziel hatte sie Ende Juni vorzeitig erreicht.

Im zweiten Quartal hatte die Commerzbank unter dem Strich noch 100 Millionen mehr verdient als von Analysten erwartet, nachdem ein Jahr zuvor hohe Kosten für Stellenabbau und Filialschließungen das Institut mit 527 Millionen Euro tief in die roten Zahlen gerissen hatten. Die Bank profitiert von deutlichen Zinssteigerungen in Polen und dem Anstieg langfristiger Zinsen in Deutschland.

dri/dpa-afxp
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.