Verstoß gegen Sanktionen USA wollen 10 Milliarden Dollar von BNP Paribas

Schock für BNP Paribas - und für die Deutsche Bank: Der französischen Großbank BNP droht wegen mutmaßlicher Verstöße gegen US-Sanktionen eine weitaus höhere Strafe als bislang angenommen. Auch gegen die Deutsche Bank laufen ähnliche Verfahren.
BNP Paribas: Milliardenstrafe droht - und nicht nur ihr

BNP Paribas: Milliardenstrafe droht - und nicht nur ihr

Foto: REUTERS

New York - Das US-Justizministerium peile mehr als zehn Milliarden Dollar an, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Das wäre das Doppelte der bisher angenommenen Summe.

Zu Beginn des Monats hatten Insider der Nachrichtenagentur Reuters gesagt, die Strafe könne bei über fünf Milliarden Dollar liegen. Eine Sprecherin der französischen Großbank lehnte eine Stellungnahme zu dem Bericht ab.

BNP Paribas  hat bereits davor gewarnt, dass die Strafe deutlich höher als die dafür vorgesehenen 1,1 Milliarden Dollar liegen könnte. Eine Festlegung auf das Strafmaß könnte aber noch Wochen dauern, berichtete das "Wall Street Journal" weiter und fügte hinzu, dass es auch weit unter zehn Milliarden Dollar liegen könnte.

Hintergrund sind mutmaßliche Finanzgeschäft der Bank mit dem Iran, aber auch Verstöße gegen Sanktionen gegen andere Länder. Auch die Deutsche Bank hat in den USA erhebliche Rechts- und Prozessrisiken, für die sie zum Teil schon Rückstellungen gebildet hat.

la/reuters
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