Samstag, 28. März 2020

BIZ-Bericht Investmentbanken hinken bei Ertragskraft hinterher

New Yorker Finanzdistrikt: Investmentbanken machen höhere Kosten zu schaffen

Ihr Geschäft ist teuer, unberechenbar und schwankt: Investmentbanken rangieren einem BIZ-Bericht zufolge bei der Ertragskraft deutlich hinter ihren Rivalen aus dem Firmen- und Privatkundengeschäft.

London - Investmentbanken hinken einer Studie zufolge seit mehreren Jahren ihren Rivalen bei der Rentabilität hinterher. Zudem hätten die Geldhäuser höhere Kosten als andere Institute, wie aus einem Bericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) hervorgeht.

Die BIZ untersuchte dafür 222 Kreditinstitute zwischen 2005 und 2013. Sie identifizierte drei Geschäftsmodelle der Institute: auf Einlagen von Privatkunden spezialisierte Banken, auf Firmenkunden spezialisierte Geschäftsbanken und auf den Kapitalmarkt spezialisierte Banken (Investmentbanken), die sich vor allem auf Handelsgeschäfte konzentrieren.

Die Kapitalrendite (RoE), ein Barometer für die Ertragskraft, betrug im Durchschnitt im Untersuchungszeitraum 10 Prozent bei den Banken. Bei den auf Einlagen spezialisierten Banken betrug die Kennziffer 12,5 Prozent, bei den Investmentbanken lediglich 8,1 Prozent.

Bei den Investmentbanken schwankte diese Zahl in den vergangenen Jahren sehr deutlich. Zudem machten den Investmentbanken höhere Kosten als den anderen Geldhäusern zu schaffen. Ihr Geschäft sei im Branchenvergleich darüber hinaus weniger berechenbar und auch stärkeren Schwankungen unterworfen.

Die BIZ ist die Bank der Notenbanken. Deutschland ist durch die Bundesbank vertreten. Bei der Kooperation der Zentralbanken und der internationalen Bankenregulierung spielt sie eine Schlüsselrolle.

ts/rtr

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