Mittwoch, 24. April 2019

Grafik zur Deutschen Bank Wie die Ära Ackermann bis heute fortwirkt

Ackermann und die Aufräumer (auf das Bild klicken zum Vergrößern)
mm.de; Reuters, DPA
Ackermann und die Aufräumer (auf das Bild klicken zum Vergrößern)

Jetzt sitzen sie wieder Seite an Seite, als Angeklagte in München. Ansonsten passt mehr als nur ein Blatt Papier zwischen Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen und seinen Vorgänger Josef Ackermann.

Fitschen und sein Kollege Anshu Jain, die ihre Bank Börsen-Chart zeigen gerade neu ausrichten, haben ihre knapp drei Jahre alte Amtszeit unter ein Leitmotiv gestellt: Aufräumen der Altlasten aus der Ära Ackermann. "Kulturwandel" war zu Anfang das meiststrapazierte Wort, die Vielzahl an Justizfällen aus der Vergangenheit wurde zum dominierenden Thema.

Jetzt geht es um eine strategische Kehrtwende: Die von Ackermann gekaufte Postbank Börsen-Chart zeigen, die mit ihren 100 Milliarden Euro Privatkundeneinlagen die Risiken des Investmentbankings ausbalancieren sollte, wird wieder abgestoßen.

Unsere Grafik (zum Vergrößern bitte auf das Bild klicken) zeigt das Wachsen und Schrumpfen der Deutschen Bank auf einen Blick. Die Bilanzsumme ist das wohl objektivste Maß für die Größe einer Bank. Sie wird zwar zum Beispiel von Währungseffekten beeinflusst (aktuell machen Aktiva aus dem Dollar-Raum in der Euro-Bilanz mehr her), schwankt jedoch weniger als Aktienkurs Börsen-Chart zeigen, Erträge oder gar Gewinn und Verlust. So zeichnen sich die großen Linien in der Entwicklung des Konzerns ab.

Pünktlich zum Chefwechsel Mitte 2012 erreichte die Bilanzsumme mit 2,2 Billionen Euro nahezu einen Rekordstand. Ackermann hatte die Bank mit weniger als einer Billion Euro auf der Bilanz 2002 übernommen und - neben ambitionierten Renditezielen - stark auf Wachstum getrimmt. Dazu zählen Zukäufe im Privatkundengeschäft und der Vermögensverwaltung im Jahr 2006, vor allem aber das damals boomende Investmentbanking.

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