Mittwoch, 22. Mai 2019

Basel III Südwestbank verdoppelt Eigenkapital

Wer hinter Basel III steckt: Die Richtlinie ist auch in der Zentrale für Internationalen Zahlungsausgleich (BIS) in Basel entwickelt worden

Kapitalpolster: Die Anforderungen von Basel III habe sie schon jetzt erfüllt, vermeldet die Südwestbank. Und zwar deutlich. Denn 2013 konnte das Unternehmen das Eigenkapital erheblich steigern.

Stuttgart - Die Südwestbank hat im abgelaufenen Jahr ihr hartes Eigenkapital vom 386 Millionen Euro auf 727 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Dies teilte das Unternehmen während einer Pressekonferenz in Stuttgart mit. Diese Entwicklung ging einher mit einer Kapitalerhöhung. Doch konnte die Bank, anders als viele Konkurrenten, im abgelaufenen Jahr auch das Kundenkreditgeschäft ausweiten.

Das ausgereichte Volumen stieg von rund 3,3 auf gut 3,3 Milliarden Euro. In der Summe liegt die Kernkapitalquote des Hauses damit bei 16,3 Prozent, wie die Bank vermeldet. Andere Banken wie das Bankhaus Lampe, so heißt es in einer Meldung, bringen es auf eine Kernkapitalquote von 12,6 Prozent.

Die Vorgabe Basel III verlangt von den Banken zumindest im Jahr 2014 eine Kernkapitalquote von 5,5 Prozent. Diese Vorgabe wird bis ins Jahr 2019 auf 8,5 Prozent steigen. "Mit dieser Verdoppelung des Eigenkapitals ( …) ist die Basis geschaffen, um auch in Zukunft ein Geschäftsmodell auszubauen, das auf qualitativem Wachstum im Kreditgeschäft und der Anlageberatung basiert", erklärt Andreas Strüngmann, Aufsichtsratsvorsitzender der Bank.

Ende 2013 überstieg die Bilanzsumme der Südwestbank erstmals die Fünf-Milliarden-Grenze. Damit schiebt sich das Institut nach eigenem Bekunden in die Riege der größten unabhängigen Privatbanken in Deutschland.

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