Cum-Ex-Skandal Vier Warburg-Banker kommen wegen Steuerhinterziehung vor Gericht

Warburg Bank: Die Staatsanwaltschaft wirft im Cum-Ex-Skandal vier Warburg-Bankern schwere Steuerhinterziehung vor

Warburg Bank: Die Staatsanwaltschaft wirft im Cum-Ex-Skandal vier Warburg-Bankern schwere Steuerhinterziehung vor

Foto: Axel Heimken / dpa

Zwei aktuelle und zwei ehemalige Banker aus dem Haus M. M. Warburg sollen sich laut Zeitungsberichten vor Gericht wegen schwerer Steuerhinterziehung verantworten. Die Anklageschrift umfasse 300 Seiten und sei am Donnerstag bei Gericht eingegangen, wie ein Sprecher des Landgerichts Bonn bestätigte. Es geht demnach um Mittäterschaft bei den so genannten Cum-Ex-Geschäften. Die Beschuldigten sollen den Angaben zufolge bei Geschäften mitgewirkt haben, die den Staat mehr als 320 Millionen Euro gekostet haben.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, gilt die Zulassung der Anklage der Staatsanwaltschaft Köln vor dem Landgericht Bonn als "Formsache". Allerdings habe keiner der vier Angeschuldigten mit den Ermittlern kooperiert, niemand hab sich eingelassen zu den Vorwürfen.

Die Anklage gegen die Warburg-Banker ist die insgesamt vierte Anklage im Cum-Ex-Komplex. In einem Fall hat das Landgericht Bonn bereits zwei Aktienhändler verurteilt. Bei den Cum-Ex-Geschäften haben Banken und Investoren jahrelang große Aktienpakete im Kreis gehandelt. Sie zielten mit den Geschäften darauf ab, sich eine nur einmal gezahlte Kapitalertragsteuer mehrfach erstatten zu lassen. Der Gesamtschaden für den Staat wird auf zwölf Milliarden Euro geschätzt.

la/dpa
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