Montag, 18. November 2019

Führt die Bankenfusion in die Zukunft? Was Deutsche und Commerzbank digital zu bieten haben

Deutsche und Commerzbank in Frankfurt: Die Institute sprechen über eine mögliche Fusion

6. Teil: Beide Banken setzen auf einen Payment-Zombie

Die stärkste digitale Disruption erleben die Banken aktuell im Zahlungsverkehr. Der US-Dienstleister Paypal Börsen-Chart zeigen und das chinesische Ant Financial bringen es auf Multi-Milliarden-Bewertungen. Selbst aus einer obskuren Nische des E-Commerce heraus hat es Wirecard Börsen-Chart zeigen geschafft, vor dem Skandal die klassischen deutschen Bankaktien in den Schatten zu stellen.

Ausgerechnet im Zahlungsverkehr ist die Deutsche Bank traditionell global dominant. Und ausgerechnet auf diesem Feld fällt ihr digital wenig ein, sieht man von Blockchain-Konsortien wie R3 oder Utility Settlement Concept ab, die seit Jahren im Versuchsstadium stecken. An der deutschen Paypal-Antwort Paydirekt hält die Deutsche Bank noch brav 11,1 Prozent der Anteile. Die anderen privaten Banken sind aber mangels Erfolgs zum Jahresende 2018 ausgestiegen.

Außer der Commerzbank - die hält mit weiteren 11,1 Prozent der Anteile ebenfalls an dem missglückten Projekt fest, das dem Vorreiter Paypal Konkurrenz machen sollte. Gleichzeitig war die Bank früh dabei, als Google und Apple 2018 ihre mobilen Bezahllösungen nach Deutschland brachten. So scheint man also mittlerweile auch bei der Coba nicht mehr nur auf Paydirekt setzen zu wollen.

Vor Kurzem hat die Commerzbank als letzte große deutsche Bank Echtzeitüberweisungen eingeführt. Aber auch da gibt es einen Haken - Kunden können die Instant Payments bisher nur empfangen - und nicht selbst verschicken.

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