Auch Deutsche Bank betroffen Banken drohen hohe Geldbußen wegen Whatsapp-Nutzung

Diverse Großbanken, darunter die Deutsche Bank, haben private Messenger-Dienste wie Whatsapp für Geschäftliches genutzt – und damit gegen regulatorische Anforderungen verstoßen. Dafür kommen auf sie Geldbußen in Höhe von bis zu 200 Millionen Dollar je Geldhaus zu.
Millionen-Strafe: Auch Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat private Kommunikationskanäle für Geschäftliches genutzt

Millionen-Strafe: Auch Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing hat private Kommunikationskanäle für Geschäftliches genutzt

Foto: Arne Dedert / dpa

Große Wall-Street-Banken stehen vor einer Einigung mit den US-Behörden im Zusammenhang mit der Verwendung von Nachrichtendiensten wie Whatsapp für Geschäftskommunikation. Die Finanzkonzerne, darunter auch die Deutsche Bank, werden im Rahmen der Einigung eingestehen, dass die Nutzung der Nachrichtendienste gegen regulatorische Anforderungen verstoßen habe, wie das "Wall Street Journal" am Wochenende  unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen schrieb. Im Raum stehen demzufolge Geldbußen von je bis zu 200 Millionen US-Dollar, in Summe voraussichtlich mehr als eine Milliarde Dollar.

Zu den Häusern zählen die Bank of America, Barclays, Citigroup, Deutsche Bank, Goldman Sachs, Morgan Stanley und die UBS, wie das "WSJ" weiter schreibt. Jefferies Financial und die japanische Bank Nomura näherten sich ebenfalls einer Einigung, allerdings mit deutlich geringeren Zahlungen. Die Behörden planten, die Einigungen bis Ende September anzukündigen.

Bereits im Juni hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, dass die Deutsche Bank sich in dem genannten Zusammenhang auf Belastungen einstellt.

Eine ganze Reihe von Managern - darunter Ex-DWS-Chef Asoka Wöhrmann  (56) oder Deutschen Bank-Vorstandschef Christian Sewing (52) hatten für Geschäftliches private Kommunikationskanäle genutzt. Nach Kritik der US-Aufsichtsbehörden hatte die Vorstandsriege der Deutschen Bank auf einen Teil ihrer Boni verzichtet. In der Regel waren dies nicht viel mehr als 1 Prozent ihrer zusätzlichen Vergütung.

dri/dpa-afxp
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