BoA-Gewinn bei fünf Milliarden Dollar Bank of America kann Gewinn mehr als verdoppeln

Von mm-newsdesk
Bank of America: Höchster Quartalsgewinn seit fast vier Jahren:

Bank of America: Höchster Quartalsgewinn seit fast vier Jahren:

Foto: Andrew Gombert/ picture alliance / dpa

Die Bank of America  hat im zweiten Quartal so gut verdient wie seit fast vier Jahren nicht mehr. Weil Altlasten aus der Finanzkrise die Bilanz kaum noch trübten, summierte sich der Nettogewinn auf 4,99 Milliarden Dollar, teilt das zweitgrößte Geldhaus der USA mit. Im Jahr zuvor waren es noch 2,04 Milliarden Dollar.

"Wir haben auch von der verbesserten US-Konjunktur profitiert", sagte Bankchef Brian Moynihan. An der Börse in New York verteuerte sich die Aktie der Bank of America  um gut 3 Prozent und zählte damit zu den besten Werten im S&P-500-Index. Analyst Murali Gopal von der französischen Großbank Societe Generale sprach von einem "starken Quartal", der Ausblick in den wichtigsten Bereichen bessere sich.

Für Rechtsstreitigkeiten musste das Institut dieses Mal nur 175 Millionen Dollar zurücklegen. Im Jahr zuvor hatten solche Sonderkosten das Ergebnis noch um vier Milliarden Dollar geschmälert. Damals war es vor allem um umstrittene Hypothekengeschäfte gegangen.

Seit 2008 mehr als 70 Milliarden Dollar für Strafen und Vergleiche gezahlt

Insgesamt hat die Bank of America seit der Finanzkrise 2008 mehr als 70 Milliarden Dollar gezahlt, um Strafen zu begleichen oder Vorwürfe aus der Welt zu schaffen. Das hat immer wieder die Bemühungen von Moynihan untergraben, die Kosten zu senken. Nun fielen die Ausgaben des Geldhauses aber auf den niedrigsten Stand seit 2008.

Wie bereits der US-Branchenprimus JP Morgan musste auch Bank of America im Handel mit festverzinslichen Wertpapieren Einbußen hinnehmen, und zwar von gut 9 Prozent. Bei JP Morgan betrug das Minus sogar 21 Prozent, allerdings auch wegen Sondereffekten.

Einbußen beim Handel mit festverzinslichen Papieren

Auch vom Boom bei Übernahmen konnte das Institut nicht so stark profitieren und verdiente auch hier weniger. Moynihan hatte bereits im Mai angekündigt, im Investmentbanking weiter sparen zu wollen. Damit schließt er sich dem internationalen Trend an.

Viele Anleger blieben zuletzt an der Seitenlinie, weil sie unsicher waren, wie das griechische Schuldendrama ausgeht und ob die US-Notenbank (Fed) tatsächlich noch in diesem Jahr die Zinswende einläutet.

In den nächsten Tagen werden auch noch Quartalszahlen der Citigroup sowie der großen Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley erwartet.

rei/reuters/dpa
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