Donnerstag, 5. Dezember 2019

New Yorker Finanzaufsicht untersucht Kundenvorwürfe Sexismus-Vorwürfe gegen Apples Kreditkarte - auch Mitgründer Wozniak betroffen

Apple-Mitgründer Steve Wozniak (Archivaufnahme)

Apple-Mitgründer Steve Wozniak hat sich in die Debatte um mögliche Diskriminierung bei der neuen Kreditkarte seines Unternehmens eingeschaltet - als Betroffener. Er selbst habe mit der Karte zehnmal so viel Kredit-Spielraum wie seine Frau, twitterte Wozniak am Samstag.

Der Unternehmer David Heinemeiner Hansson hatte zuvor eine Diskussion um die Karte angestoßen, die Apple gemeinsam mit Goldman Sachs auf den Markt gebracht hat: Die Apple Card sei ein "verdammtes sexistisches Programm", twitterte er. Ein Algorithmus der Karte habe ihm selbst einen 20-mal höheren Kreditrahmen eingeräumt als seiner Ehefrau, obwohl sie beide gemeinsam steuerlich veranlagt würden.

Hansson hatte zudem über seine endlosen fruchtlosen Konversationen mit dem Apple-Kundendienst berichtet, wo ihm niemand die Ungleichbehandlung habe erklären können und der Algorithmus verantwortlich gemacht worden sei. Die Tweets erregten im Internet großes Aufsehen.

Nach der Beschwerde über mögliche Geschlechterdiskriminierung bei der neuen Kreditkarte des Technologiekonzerns Apple hatte die New Yorker Finanzaufsicht Untersuchungen aufgenommen. Es werde überprüft, ob bei der Kreditkarte "alle Kunden unabhängig vom Geschlecht gleich behandelt werden", sagte ein Sprecher der Finanzbehörde am Samstag.

Ein Sprecher des Geldhauses Goldman Sachs, das die Kreditkarte herausgibt, erklärte, Entscheidungen über den Kreditrahmen basierten "auf der Kreditwürdigkeit eines Kunden und nicht auf Faktoren wie Geschlecht, Rasse, Alter, sexueller Orientierung oder irgendeiner anderen vom Gesetz verbotenen Grundlage". Die Apple Card ist laut Reuters-Bericht Goldmans erste Kreditkarte.

luk mit afp

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