Mitsubishi UFJ Financial Deutsche Bank verkauft Milliardenkredite

Die Deutsche Bank entlastet ihre Bilanz: Das Institut trennt sich von einem milliardenschweren Kreditportfolio für US-Gewerbeimmobilien. Käufer ist die größten japanische Bank Mitsubishi UFJ Financial Group.
Deutsche Bank in Frankfurt: Das Institut steht wegen möglicher Bilanztricks unter Druck

Deutsche Bank in Frankfurt: Das Institut steht wegen möglicher Bilanztricks unter Druck

Foto: A3399 Arne Dedert/ picture alliance / dpa

Tokio - Die Deutsche Bank hat ein US-Kreditportfolio im Wert von 3,7 Milliarden Dollar an die japanische Mitsubishi UFJ Financial Group (MUFG) verkauft. Ein Team, das sich auf gewerbliche Immobilienkredite spezialisiert hat, wechsle zudem von der Deutschen Bank zu MUFG, teilte die größte japanische Bank mit. Die Deutsche Bank bestätigte das Geschäft.

Käufer des Portfolios ist die in San Francisco ansässige MUFG-Tochter Union Bank, die durch die Übernahme ihre Präsenz an der US-Ostküste ausbaut. Verkäufer ist die Deutsche-Bank-Tochter PB Capital. Zum Kaufpreis machten beide Seiten keine Angaben. MUFG will international wachsen, während europäische Banken ihr Engagement im Ausland eher zurückfahren.

Die Deutsche Bank  dürfte mit dem Schritt ihre Bilanz etwas entlasten. Das Institut steht unter Druck: Mitarbeiter sollen Buchverluste in Milliardenhöhe nicht ausgewiesen haben. Zudem belastet das Institut die vergleichsweise niedrige Kernkapitalquote.

Das verkaufte Kreditpaket war im Zuge der Übernahme der Postbank  in den Besitz der Deutschen Bank gekommen. An den Finanzanlagen der neuen Tochter hat der deutsche Branchenprimus selbst aber kein Interesse. Die Papiere hat das Institut in die konzerneigene Abwicklungssparte geschoben. Dort sollen sie möglichst wertschonend abgebaut werden.

ts/rtr/dpa
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