Donnerstag, 12. Dezember 2019

Zyprischer Finanzminister "Zwangsabgabe könnte 40 Prozent betragen"

Zyperns Finanzminister Sarris: Die Großanleger werden zur Rettung des Landes herangezogen

Schon eine Zwangsabgabe in Höhe von 30 Prozent sorgte für Wut und Empörung unter Zyperns Großanlegern. Jetzt spricht der zyprische Finanzminister sogar noch von bis zu zehn Prozentpunkten mehr. Dem Verwaltungsratschef der Bank of Cyprus reicht es - er nimmt seinen Hut.

Nikosia - Die Zwangsabgabe auf Geldeinlagen über 100.000 Euro bei der Bank of Cyprus könnte bis zu 40 Prozent betragen, sagte der zyprische Finanzminister Michalis Sarris dem britischen Sender BBC. Bislang war die Rede von 30 Prozent.

Der Verwaltungsratschef der Bank of Cyprus, Andreas Artemi, ist mit dieser Höhe der Zwangsabgabe offenbar nicht einverstanden - er ist heute zurückgetreten. Dies berichtete der staatliche zyprische Rundfunk (RIK).

In der Nacht zu Montag hatten die Euro-Finanzminister mit der Regierung in Nikosia ein neues Rettungspaket für Zypern vereinbart. Demnach sollen bei der Bank of Cyprus Guthaben über 100.000 Euro mit einer Zwangsabgabe belegt werden. Beträge darunter werden nicht angetastet. Der Branchenprimus Bank of Cyprus muss zudem stark schrumpfen, während die Nummer zwei des Landes, die Laiki Bank, abgewickelt werden soll.

mg/dpa

© manager magazin 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung