Abgewunken Madrid dementiert Krisenbanken-Fusion

Die Bankenmalaise droht Spaniens Wirtschaft abzuwürgen, zusammengelegt werden sollen die drei bereits notverstaatlichten Geldhäuser Spaniens nun aber offenbar doch nicht: Wirtschaftsminister Luis de Guindos hat offiziell abgewunken.
Keine Fusion mit anderen Krisengeldhäusern: Spaniens Wirtschaftsminister widerspricht Fusionsgerüchten

Keine Fusion mit anderen Krisengeldhäusern: Spaniens Wirtschaftsminister widerspricht Fusionsgerüchten

Foto: Andres Kudacki/ AP

Madrid - Spanien will seine drei voll verstaatlichten Banken nicht miteinander verschmelzen. Natürlich würden die Pläne der drei Institute koordiniert, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos am Montag im spanischen Fernsehen. "Aber sie werden auf keinen Fall fusioniert." Die Nachrichtenagentur Reuters hatte in der vergangenen Woche berichtet, Spanien erwäge, das Krisen-Geldhaus Bankia mit einem weiteren verstaatlichten Institut zu verschmelzen.

Mit diesem Schritt solle die überstrapazierte Staatskasse geschont werden, weil der getrennte Weiterbetrieb der Banken teurer werde. Neben Bankia sind auch die angeschlagenen Institute Catalunya Banc und NCG Banco in den 100-prozentigen Besitz des staatlichen Bankensanierungsfonds Frob übergegangen. Zuletzt war ein Verkauf der Catalunya Banc zum zweiten Mal abgeblasen worden, weil der Regierung die Gebote nicht hoch genug waren.

kst/rtr
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