Run auf Geldautomaten Gerüchte um Geldgeschenke auf Teneriffa

Geld abheben, ohne dass es auf dem Konto registriert wird? Dieser Traum wurde für hunderte Einwohner Teneriffas wahr - aber leider nur kurzzeitg.
Lange Schlangen vor den Geldautomaten: Das böse Erwachen für die Bankkunden kommt in einigen Tagen

Lange Schlangen vor den Geldautomaten: Das böse Erwachen für die Bankkunden kommt in einigen Tagen

Foto: epa Peter Hudec/ picture-alliance/ dpa

Madrid - Ein Gerücht um angebliche Geldgeschenke einer Bank hat auf Teneriffa einen Run auf Geldautomaten verursacht. Wie spanische Medien berichteten, stürmten Hunderte von Menschen am Freitagabend auf der Kanaren-Insel die Ausgabemaschinen der Caja Canarias. Vor den Automaten hätten sich noch zu später Stunde lange Schlangen von zum Teil mehr als 30 Menschen gebildet.

"Ich habe 500 Euro abgehoben, und das wurde auf meinem Konto nicht registriert. Ich habe mich nun wieder in die Schlange gestellt, weil ich weitere 500 rausnehmen will", sagte ein Mann in San Cristóbal de la Laguna im Norden Teneriffas der Nachrichtenagentur Efe. Viele Automaten seien schnell komplett geleert worden, so Efe.

Der Run war von Gerüchten über Systemfehler ausgelöst worden und den Berichten zufolge in der Hauptstadt Santa Cruz besonders groß. "Das ist wie eine Fiesta, alle heben Geld ab", "ich habe 600 Euro abgehoben, die ich gar nicht besitze" und "man muss das ausnutzen, die Bank verschenkt Geld!" riefen die Menschen begeistert.

Das böse Erwachen dürfte jedoch spätestens in den nächsten Tagen beim Blick auf den Kontoauszug kommen. Nach einer Fusion mit La Caixa hatte Caja Canarias nämlich bereits mitgeteilt, dass die zwischen Freitag und Samstag getätigten Kontobewegungen wegen einer Systemaktualisierung erst mit Verzögerung registriert werden. Die abgehobenen Beträge würden bald vom Konto abgezogen werden, sagte ein Caja-Canarias-Sprecher.

mg/dpa
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