Statistik Zahl der Banken sinkt weiter

Die Zahl der Finanzinstitute in Europa sinkt beständig. Obwohl die Statistiker heute in Deutschland 1364 Banken weniger zählen als zur Jahrtausendwende, gibt es hier zu Lande noch die meisten Geldinstitute in der Euro-Zone.
Bankenviertel London: Die Zahl der Banken sinkt europaweit

Bankenviertel London: Die Zahl der Banken sinkt europaweit

Foto: Andy Rain/ picture alliance / dpa

Frankfurt am Main - Die Zahl der Banken und anderer Finanzinstitutionen ist in der Euro-Zone im vergangenen Jahr um 6 Prozent zurückgegangen. Mit geringen Ausnahmen sei dieser Trend in der gesamten Währungsunion zu beobachten, teilte die Europäische Zentralbank mit.

Zum Stichtag 1. Januar 2013 habe es 7059 Finanzinstitutionen gegeben, 474 weniger als ein Jahr zuvor. Rund 86 Prozent aller in der Statistik erfassten monetären Finanzinstitutionen seien Banken und Sparkassen.

Wenn die Zahl der Banken abnimmt, heißt das nicht zwingend, dass diese pleitegehen, meist handelt es sich stattdessen um Fusionen. So schlossen sich etwa auch in Deutschland in den vergangenen Jahren viele Volks- und Raiffeisenbanken zusammen, um wirtschaftlicher arbeiten zu können.

Der EZB-Statistik zufolge gab es 1999 in Deutschland 3280 Finanzinstitutionen, Anfang 2013 waren es noch 1916. Die Zahl schrumpfte somit um 42 Prozent. Dennoch gibt es hierzulande noch immer mit Abstand die meisten Banken in der Euro-Zone.

Viele Geldinstitute werden wohl auch in diesem Jahr Arbeitsplätze abbauen. Laut einer Umfrage von Ernst & Young unter fast 270 Banken in Europa rechnen 45 Prozent der befragten Manager damit, dass ihr Haus in den nächsten sechs Monaten angesichts der schlechten Konjunkturaussichten Arbeitsplätze streicht. Nur ein Fünftel - unter den 50 befragten deutschen Banken sogar noch weniger - geht von einem Stellenzuwachs aus.

rei/dapd/rtr
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