Griechische Problemtochter Crédit Agricole schlägt Emporiki Bank los

Mit dem Verkauf der Emporiki Bank zieht die französische Großbank Crédit Agricole einen Schlussstrich unter ihr 2006 begonnenes Griechenland-Engagement. Unterm Strich haben die Franzosen damit insgesamt rund 5,7 Milliarden Euro Verluste mit der Emporiki Bank geschrieben.
Griechische Emporiki Bank: Ein Euro für die Problemtochter

Griechische Emporiki Bank: Ein Euro für die Problemtochter

Foto: JOHN KOLESIDIS/ REUTERS

Paris - Die französische Großbank Crédit Agricole hat nach langen Verhandlungen eine Lösung für ihre griechische Problemtochter Emporiki gefunden. Zum symbolischen Preis von einem Euro verkauft sie das Institut an die drittgrößte griechische Bank Alpha. Die Trennung wird deutliche Spuren in der Bilanz bei den Franzosen hinterlassen. Sie rechnen mit einer Nettobelastung von rund zwei Milliarden Euro.

Den Verkauf lässt sich Crédit Agricole  noch einmal 700 Millionen Euro kosten. Die französische Bank hatte im Januar und im Juli bereits insgesamt 4,3 Milliarden Euro in die Emporiki gepumpt. Nun stärkt sie die Emporiki-Kapitalbasis um weitere 550 Millionen Euro. Zum anderen kauft sie der Alpha Bank Wandelanleihen für 150 Millionen Euro ab.

Die Crédit Agricole war 2006 bei Emporiki eingestiegen und hatte angesichts der Griechenland-Krise mit der Tochter hohe Verluste eingefahren. Die Emporiki war bis auf 2007 stets in der Verlustzone. Bis Mitte 2012 sind für die Crédit Agricole Verluste von rund 5,7 Milliarden Euro angefallen. Der Verkauf soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein.

krk/dpa
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