Nach Zukauf Julius Bär will etwa 1000 Stellen streichen

Im Anschluss an die geplante Übernahme des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts der Bank of America will das Geldhaus Julius Bär rund 1000 Stellen streichen. Vor allem bei Middle- und Back-Office-Funktionen wolle die Schweizer den Rotstift ansetzen.
Schweizer Edelbankhaus Julius Bär: Hohe Anzahl von Stellen in Gefahr

Schweizer Edelbankhaus Julius Bär: Hohe Anzahl von Stellen in Gefahr

Foto: ? Arnd Wiegmann / Reuters/ REUTERS

Zürich - Neue Jobverluste in der Bankbranche: Das Schweizer Geldhaus Julius Bär will offenbar einen erheblichen teil seiner Mitarbeiter in Middle- und Back-Office-Funktionen loswerden. 15 bis 18 Prozent des gesamten Mitarbeiterbestandes von rund 5700 sind bedroht, teilte die Bank heute selbst mit. Das betrifft also in etwa 1000 Angestellte der Bank.

Grund für die Rotstiftaktion ist offenbar die geplante Übernahme des internationalen Vermögensverwaltungsgeschäfts von Bank of America  nach Abschluss des Zukaufs sollen entstehende Doppelbesetzungen aufgelöst werden. Die Transaktion soll nach bisherigen Plänen im ersten Quartal des kommenden Jahres über die Bühne gehen.

Julius Bär  machte gleichzeitig Angaben zum Geschäftsgang bis Ende August 2012. Die verwalteten Vermögen seien auf ein neues Rekordhoch von 184 Milliarden Franken geklettert. Dies entspreche einem Anstieg von 14 Milliarden Franken seit Ende 2011. Der Netto-Neugeldzufluss habe nahe am oberen Ende des mittelfristigen Zielbands von 6 Prozent gelegen. Dagegen sei die Bruttomarge in den ersten acht Monaten leicht unter die für die ersten sechs Monate 2012 ausgewiesenen 98 Basispunkte gefallen.

kst/rtr
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