Mittwoch, 18. September 2019

Trotz Rekordjahr Gewinn von JP Morgan sinkt

JPMorgan-Zentrale in New York: Der Rekordgewinn im Gesamtjahr reicht den Anlegern nicht

Die Aktien der US-Großbank JP Morgan sind nach Vorlage der Quartalsergebnisse im vorbörslichen Handel ins Minus gerutscht. Die Bank hat im Gesamtjahr 2011 zwar so viel verdient wie nie zuvor, auf Quartalsbasis gehen die Gewinne jedoch zurück.

New York - Trotz Schuldenkrise und Abkühlung der Weltwirtschaft: Die US-Großbank JP Morgan Börsen-Chart zeigen hat 2011 so viel verdient wie noch nie. Der Überschuss sei um 9 Prozent auf knapp 19 Milliarden Dollar geklettert, teile die Bank am Freitag mit. Mit dem Gewinnplus erfüllte die Bank die Erwartungen der Experten gerade so.

Der Blick auf das Schlussquartal trübt jedoch die Freude: Der Nettogewinn der Bank im vierten Quartal betrug 3,7 Milliarden Dollar oder 0,90 Dollar je Aktie. Vor einem Jahr stand in den letzten drei Monaten noch ein Gewinn von 4,83 Milliarden Dollar in den Büchern. Der Rückgang beträgt also mehr als 20 Prozent.

Das Investmentbanking war im vergangenen Jahr abermals der größte Gewinnbringer der Bank. Enttäuschend fielen dagegen die Erträge der Bank aus. Diese sanken um rund 5 Prozent auf zirka 100 Milliarden Dollar. Experten hatten hier mit einem etwas geringeren Rückgang gerechnet.

Die erste Reaktion am Aktienmarkt fiel ernüchternd aus. Die JP Morgan-Aktien gaben spontan um fast 3 Prozent nach und auch bei den Futures auf die US-Indizes sorgten die Zahlen für Abgaben.

cr/rtr

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