Milliardenabschreibung Crédit Agricole streicht Tausende Stellen

Die französische Großbank Crédit Agricole reiht sich in die Riege der Institute ein, die in der Krise Stellen abbauen. Die Bank warnt wegen Milliardenabschreibungen vor einem Jahresverlust und will nun mehr als 2000 Arbeitsplätze streichen. Die US-Ratingangentur Fitch antwortet prompt.
Französische Großbank Crédit Agricole: 2,5 Milliarden Euro müssen abgeschrieben werden

Französische Großbank Crédit Agricole: 2,5 Milliarden Euro müssen abgeschrieben werden

Foto: AFP

Paris - Das Institut müsse im laufenden Jahr rund 2,5 Milliarden Euro abschreiben, teilte die französische Großbank Crédit Agricole mit. Dies geht unter anderem auf das Konto der spanischen Bankinter und der portugiesischen Banco Espirito Santo, an denen Credit Agricole beteiligt ist. Dadurch wird für das Geschäftsjahr 2011 ein Verlust in den Büchern stehen, den die Bank aber nicht näher bezifferte.

Gleichzeitig kündigte die Bank an, 2350 Stellen streichen zu wollen und bestätigte damit frühere Angaben der Gewerkschaft. Der Abbau betrifft das schwankungsanfällige Investmentbanking sowie das Geschäft mit Verbraucherkrediten.

Eine Dividende wird es für dieses Jahr auch nicht geben. Zudem nimmt die Crédit Agricole  von ihren mittelfristigen Zielen Abstand. Angesicht der großen Unsicherheit und der unklaren Aussichten für die Finanzwirtschaft könne man die Ziele nicht bestätigen, heißt es. Die verschärften Eigenkapitalregeln nach dem Basel-III-Abkommen werde die Bank aus eigener Kraft erfüllen, erklärte Konzernchef Jean-Paul Chifflet.

Die Antwort der Ratingagenturen ließ nicht lange auf sich warten: Kurz nach der Ankündigung stufte Fitch die Kreditwürdigkeit des Instituts gemeinsam mit vier weiteren europäischen Banken um jeweils eine Stufe ab.

mg/dpa-afx

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