Bankenlobby IIF HSBC-Chairman folgt auf Ackermann

Die Nachfolge von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann an der Spitze des Weltbankenverbands IIF steht fest. Stuart Flint von der britischen Großbank HSBC soll das Amt übernehmen.
HSBC-Zentrale in London: Die zugleich von Hongkong aus geführte Bank ist die größte Europas

HSBC-Zentrale in London: Die zugleich von Hongkong aus geführte Bank ist die größte Europas

Foto: Kieran Doherty/ REUTERS

Washington - Der Chairman des britischen Geldhauses HSBC, Douglas Flint, wird im Juni 2012 für fünf Jahre das Amt übernehmen, wie Ackermann am Samstag in Washington sagte. Der Schweizer gibt im nächsten Jahr den Chefposten bei der Deutschen Bank  an die Vorstandskollegen Anshu Jain und Jürgen Fitschen ab. Er hatte kürzlich angekündigt, dass er dann auch nicht mehr weiter IIF-Präsident sein werde.

Der Verband vertritt mehr als 400 Finanzinstitute weltweit. Ackermann steht seit 2003 an der Spitze der mächtigen Lobby-Organisation, die vor kurzem die Beteiligung privater Gläubiger an dem neuen Hilfspaket für Griechenland ausgehandelt hat.

Sein nun auserkorener Nachfolger Flint ist erst im vergangenen Jahr nach internen Querelen bei HSBC  Chairman der größten europäischen Bank geworden. Zuvor war der Schotte 15 Jahre lange deren Finanzchef. Der 56-Jährige gilt als Regulierungsexperte und genießt einen guten Ruf in der Investorengemeinde. Flint hat sich in der Vergangenheit für eine stärker abgestimmte Regulierung starkgemacht und angemahnt, die Qualität der Aufsicht zu verbessern. Er gilt in Regulierungsfragen als verlässlicher Gesprächspartner, der seine Ansichten geradeheraus vorträgt.

Das Tagesgeschäft überlässt er weitgehend CEO Stuart Gulliver. Dieser hat der auch in Asien stark vertretenen Bank eine radikale Schrumpfkur verordnet: Weltweit fallen 30.000 Stellen weg.

ak/rtr
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