Überarbeitet USA ändern Klage gegen Deutsche Bank

Die US-Regierung hat ihre Immobilienkredit-Klage gegen die Deutsche Bank überarbeitet, um doch noch Erfolg vor Gericht zu haben. Jetzt sollen die Frankfurter schon vor ihrem Kauf des US-Geldhauses MortgageIT gewusst haben, dass dieses US-Unternehmen teils illegal arbeite.
Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main: Mit neuer Klagevariante konfrontiert

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main: Mit neuer Klagevariante konfrontiert

Foto: Boris Roessler/ dpa

New York - Die USA haben ihre Milliardenklage gegen das Kreditgeschäft einer Deutschen-Bank-Tochter geändert. Die Deutschbanker hätten bereits vor ihrer Übernahme des US-Immobilienfinanzierers MortgageIT gewusst, dass diese falsche Angaben gemacht habe, um sich damit Zugang zu einem Regierungsprogramm für Hypothekengeschäfte zu erschleichen. Dennoch habe die Bank die Übernahme durchgezogen, schrieb die US-Regierung in einer veränderten Version ihrer Anklage von Anfang Mai, die sie am Montagabend bei einem US-Gericht in Manhattan einreichte.

"Das unrechtmäßig Handeln ging nach der Übernahme von MortgageIT durch die Deutsche Bank im Januar 2007 nicht nur weiter, sondern wurde noch schlimmer", hieß es in der Anklage weiter. Die USA fordern von der Deutschen Bank wegen der Vergehen insgesamt rund eine Milliarde Dollar.

Das Institut wies die Vorwürfe erneut zurück und bekräftigte, sich "weiter energisch verteidigen zu wollen". Die Deutsche Bank hatte MortgageIT 2007 kurz vor dem Ausbruch der Finanzkrise übernommen. Das Unternehmen war damals einer der größten Finanzierer von Hypotheken auf dem US-Häusermarkt. Die USA werfen MortgageIT vor, falsche Angaben gemacht zu haben, um damit in das Regierungsprogramm aufgenommen zu werden. Die Firma habe wahllos Hypotheken durch den Staat absichern lassen, ungeachtet der finanziellen Verhältnisse der Kreditnehmer. Insgesamt gehe es um mehr als 39.000 Kredite.

kst/rtr
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