Tausende Jobs in Gefahr UBS und Crédit Suisse planen Streichkonzert

Auf den künftigen UBS-Chef Axel Weber kommt eine erste Bewährungsprobe zu. Die Schweizer Großbanken UBS und Crédit Suisse wollen Berichten zufolge tausende Stellen streichen. Alleine bei der UBS wackeln 5000 Jobs - denn die Personalkosten sind zu stark gestiegen.
Logo der Schweizer UBS: Der Schlüssel zu mehr Profitabilität liegt wohl im Abbau tausender Stellen

Logo der Schweizer UBS: Der Schlüssel zu mehr Profitabilität liegt wohl im Abbau tausender Stellen

Foto: CHRIS HONDROS/ AFP

Zürich - Die UBS  plane den Abbau von 5000 Jobs und wolle damit eine Milliarde Schweizer Franken (864 Millionen Euro) einsparen, berichtete der "Tages-Anzeiger" unter Berufung auf einen "Insider". Die Personalkosten seien in den vergangenen zwei Jahren um 11 Prozent gestiegen, weil die Beschäftigten heute im Schnitt 30 Prozent mehr verdienten als 2009. Die Crédit Suisse wolle mit dem Streichen von rund 1000 Stellen 1,2 Milliarden Franken einsparen, berichtete die "Handelszeitung". Die Banken wollten die Berichte nicht bestätigen.

UBS und Crédit Suisse veröffentlichen Ende Juli ihre Bilanzzahlen - dann wird mit der Bekanntgabe von Stellenstreichungen gerechnet. Die UBS hatte bereits vor zwei Jahren 8700 Jobs gestrichen. Aktuell arbeiten laut "Tages-Anzeiger" 10.000 Menschen weniger bei der Bank als vor der Finanz- und Wirtschaftskrise. Neuer Präsident der UBS soll ab 2013 der ehemalige Bundesbank-Chef Axel Weber werden.

In der Schweiz gerate das Privatkundengeschäft der Banken immer stärker unter Kostendruck, schrieb die Zeitung. Die Zeiten, in denen mit Schwarzgeld hohe Margen zu verdienen waren, seien vorbei.

wed/afp
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