Turnaround IKB macht 52 Millionen Euro Gewinn

Wende auf den ersten Blick: Die Krisenbank IKB hat sich berappelt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat das Institut wieder schwarze Zahlen geschrieben, nach hohen Verlusten zuvor. Doch die Wende spiegelt das Geschäft der Bank einseitig wieder - und könnte auch nicht von Dauer sein.
IKB-Zentrale in Düsseldorf: Bank auf dem Weg zur Gesundung

IKB-Zentrale in Düsseldorf: Bank auf dem Weg zur Gesundung

Foto: A3276 Martin Gerten/ dpa

Düsseldorf - Die Mittelstandsbank IKB ist die Rückkehr in die schwarzen Zahlen gelungen. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde ein Konzernüberschuss von 52 Millionen Euro erzielt, wie das Geldinstitut am Mittwoch mitteilte. Im Vorjahr hatte der IKB-Konzern noch einen Verlust von fast einer Milliarde Euro ausgewiesen.

Allerdings wurde der Turnaround von zahlreichen Sonderfaktoren begünstigt. Bereinigt um diese Effekte schaffte der Konzern noch nicht wieder den Sprung in die Gewinnzone, sondern wies einen Fehlbetrag von 136 Millionen Euro aus. Auch in den nächsten Jahren erwartet die IKB "keine oder nur geringe Überschüsse im Konzern".

Nach dem Umbau der einstigen Krisenbank IKB suchen Vorstand und Eigentümer weiter nach einem Käufer. Die Risiken seien reduziert worden, die Liquidität gelte als gesichert und die EU-Auflagen könne das Institut inzwischen weitgehend erfüllen, teilte die Mittelstandsbank am Mittwoch in ihrem Bericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2010/2011 mit. Der Vorstand unterstütze den Verkaufsprozess durch Lone Star.

Der US-Finanzinvestor hatte im Herbst 2008 angekündigt, die IKB verkaufen zu wollen. Lone Star hatte die Bank vor knapp drei Jahren übernommen, nachdem das Institut als erstes deutsches Geldhaus in den Strudel der weltweiten Finanzkrise geraten war. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete die IKB bereinigt um Sonderfaktoren einen Verlust von 136 Millionen Euro.

kst/dapd/dpa-afx
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