Vereinbarung Unicredit baut 4700 Jobs ab

Bei der italienischen Großbank Unicredit greift der Vorstand erneut zum Rotstift. Das Institut wird weitere 4700 Stellen abbauen, um damit sein Geschäft auf dem Heimatmarkt zu verschlanken.
Will sich verschlanken: Italiens größte Bank, Unicredit, wird 4700 weitere Stellen abbauen. Deutschland bleibe aber ein Schlüsselmarkt, heißt es

Will sich verschlanken: Italiens größte Bank, Unicredit, wird 4700 weitere Stellen abbauen. Deutschland bleibe aber ein Schlüsselmarkt, heißt es

Foto: AP

Mailand - Die italienische Großbank Unicredit  streicht Gewerkschaftsangaben zufolge in Italien Tausende Stellen. Die Bank habe sich mit den Arbeitnehmervertretern auf eine Vereinbarung verständigt, nach der 3000 Angestellte in den Vorruhestand gehen, teilten die Gewerkschaften am Montag mit.

Zusätzlich sollten 1700 weitere Mitarbeiter den Konzern verlassen. Ende Juni hatte Unicredit fast 162.000 Beschäftigte, davon rund ein Drittel in Italien. Die Bank hatte 2005 die Münchner Hypovereinsbank übernommen. Das nach Marktwert größte Geldhaus Italiens will sein Geschäft auf dem Heimatmarkt verschlanken. Binnen eines Jahres hatte Unicredit bereits rund 400 Filialen geschlossen und 6150 Stellen gestrichen.

Der neue Unicredit-Chef Federico Ghizzoni hatte unlängst die Deutschland-Strategie des Instituts bekräftigt. Deutschland bleibe ein Schlüsselmarkt für die Bank, die hier auch an dem wenig profitablen Privatkundengeschäft festhalten wolle.

rei/reuters
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