"Faires Ergebnis" bei Verhandlungen mit US-Justiz erwartet Berlin weist Spekulationen über Staatshilfe für Deutsche Bank zurück

Deutsche-Bank-Chef John Cryan: Kein Anlass für Spekulationen

Deutsche-Bank-Chef John Cryan: Kein Anlass für Spekulationen

Foto: AFP

Die Bundesregierung erwägt keine Staatshilfen für die Deutsche Bank. "Es gibt keinen Anlass für solche Spekulationen, wie sie da angestellt werden, und die Bundesregierung beteiligt sich auch an solchen Spekulationen nicht", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag unter Bezug auf einen

Bericht des "Focus".

Zu den laufenden Gesprächen von Vertretern des Geldinstituts mit den amerikanischen Justizbehörden sagte Seibert, die Bundesregierung wisse, dass sich das US-Justizministerium mit anderen Kreditinstituten in der Vergangenheit auf Vergleiche geeinigt habe. Die Bundesregierung gehe davon aus, "dass auch hier ein faires Ergebnis erzielt wird".

Zu Kontakten der Regierung mit der Deutschen Bank wollte er keine Stellung nehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel sei regelmäßig mit Spitzen der deutschen Wirtschaft im Gespräch.

Im Konflikt um US-Hypothekengeschäfte hat das amerikanische Justizministerium in der vergangenen Woche eine Strafe von 14 Milliarden Dollar aufgerufen, die die Rückstellungen um ein Vielfaches übersteigt. Der Konzern geht davon aus, die Summe in den Verhandlungen noch drücken zu können. Dabei handelt es sich nur um einen von vielen Rechtsstreitigkeiten.

Fotostrecke

Gewinn, Eigenkapital, Bewertung: Wie US-Banken Europas Banken deklassieren

Foto: © Ralph Orlowski / Reuters/ REUTERS

Der Börsenwert der Deutschen Bank  ist durch den jüngsten Kurssturz auf 10,75 Euro je Aktie unter die Marke von 15 Milliarden Euro gefallen. Hält das US-Justizministerium an ihren Forderungen fest, dürfte die Summe aller Forderungen gegen die Deutsche Bank höher sein, als ihr aktueller Börsenwert.

US-Justiz gegen Deutsche Bank: Make Europe small again

la/reuters
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.