Samstag, 24. August 2019

Auto-Zulassungsstatistik Auf deutschen Straßen fahren wieder mehr Trabis

Trabi-Kolonne nach dem Mauerfall: Das DDR-Auto feiert ein Comeback in der Zulassungsstatistik

Überraschung in der offiziellen Zulassungsstatistik: In Deutschland sind wieder mehr Autos der Marke Trabant unterwegs. Für das unerwartete Comeback des DDR-Kultautos gibt es mehrere mögliche Gründe.

Hamburg - Was hat die Automarke Trabant dem größten Hersteller Toyota Börsen-Chart zeigen voraus? Während die Zahl der Toyotas in Deutschland sinkt, ist der Bestand der zugelassenen DDR-Fahrzeuge zuletzt gestiegen.

Zum 1. Januar 2015 waren 32.832 Trabbis waren auf deutschen Straßen unterwegs, hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) jetzt ermittelt. Das ist eine Zunahme um 521 Autos (1,6 Prozent).

Damit verzeichnet die Marke des Herstellers Sachsenring das erste Plus seit den frühen 90er-Jahren. Dies ist insofern erstaunlich, da der Wagen seit kurz nach der Wiedervereinigung nicht mehr produziert wird und eine Neuauflage eher unwahrscheinlich ist.

Bei Sammlern sind Trabis beliebt

Noch im Jahr 1993 waren laut KBA mehr als 900.000 Trabant zugelassen. Die Behörde ließ eine Anfrage von manager magazin zu den Hintergründen des plötzlichen Zuwachses zunächst unbeantwortet.

Eine mögliche Ursache liegt in dem hohen Ansehen, das der Trabant bei Fans und Sammlern genießt. Sie richten offenbar verstärkt fahrunfähige Exemplare wieder her - aus Liebe zum Auto, aber auch, weil sich mit ihnen gute Preise am Oldtimermarkt erzielen lassen. Es ist auch möglich, dass aus diesem Zweck verstärkt Alt-Trabbis aus dem (östlichen) Ausland nach Deutschland zurückkommen.

Dass der Trabant eines Tages Toyota einholt, ist indes eher unwahrscheinlich. Auf deutschen Straßen sind immer noch 40-Mal so viele Toyotas wie Trabanten unterwegs - 1,3 Millionen.

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