Weniger Verkäufe Chipkrise bremst Geschäft mit Wohnmobilen

2020 erzielten die Wohnmobilhersteller Corona-Krisen-bedingt noch Rekordumsätze, und auch 2021 startete stark. Doch im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres schlug in der Branche der Chipmangel durch.
Bevorzugtes Krisenprodukt: Wohnmobile erlebten während der Corona-Pandemie einen Boom

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Foto: Klaus-Dietmar Gabbert / dpa

Auch die zuletzt erfolgsverwöhnte Caravaning-Branche muss den globalen Lieferproblemen Tribut zollen. Im ersten Halbjahr 2021 verzeichneten die deutschen Unternehmen zwar mit einem Plus von gut 15 Prozent auf fast 63.000 Neuzulassungen das beste Halbjahr ihrer Geschichte, wie Präsident Hermann Pfaff vom Verband CIVD am Donnerstag auf einer digitalen Pressekonferenz sagte. Im zweiten Halbjahr allerdings hätten Lieferengpässe und Rohstoffknappheit zu einem Rückgang um knapp 18 Prozent auf 43.300 Freizeitfahrzeuge geführt. Damit sank die Zahl der neu zugelassenen Wagen im Gesamtjahr um 1 Prozent auf 106.000. Allein bei den Reisemobilen allerdings gab es ein Plus von gut 4 Prozent auf 81.400 Einheiten.

Die Pandemie hatte der Branche 2020 ein Rekordjahr bei den Neuzulassungen beschert. Der CIVD zeigte sich – vor dem Hintergrund der Herausforderungen – für das vergangene Jahr weitgehend zufrieden und sprach von einem beachtlichen Ergebnis. "Auch 2022 wird ein positives Jahr für die Branche, wenn die Rohstoffengpässe und Lieferkettenverzögerungen abklingen." Beim Umsatz gelang den Caravanin-Bbetrieben der achte Rekordwert in Folge: Die Erlöse stiegen 2021 um gut 12 Prozent auf 13,9 Milliarden Euro. "Auch für 2022 sind die Aussichten gut."

cr/Reuters
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