Dienstag, 26. Mai 2020

Luxusauto-Hersteller Wie Wiesmann in die Pleite fuhr

Sportwagen in Kleinserie: Das harte Los deutscher Auto-Manufakturen
Wiesmann

Zwei Brüder bauen umschwärmte Sportwagen, ihr Unternehmen wächst und gedeiht. Dann ist plötzlich alles aus. manager magazin online zeichnet die letzte Etappe einer verrückten Fahrt in die Pleite nach.

Hamburg - Als Michael Weber im Herbst 2012 den ersten Anruf von Wiesmann-Einkaufschef Christof Rosenbaum erhielt, bedeutete das für ihn vor allem eins: eine Geschäftschance. Ein zwar kleiner, in der Branche aber doch renommierter Sportwagenhersteller, benötigte Spezialteile. Die waren, weil veraltet, in Deutschland nicht mehr einfach zu bekommen.

Webers Firma Racing Dynamics, eigentlich auf das sportliche Tuning von BMW-Modellen spezialisiert, konnte sie dank ihrer globalen Vernetzung besorgen - und würde dafür gut bezahlt werden.

Ein einfaches Geschäft. Dachte Weber. Und lag komplett falsch.

Ein Dreivierteljahr später sollte er auf Zahlungen im sechststelligen Bereich warten. Nicht so viel, dass Racing Dynamics selbst gefährdet wäre. Aber doch genug, um - nach allzu vielen vergeblichen Mahnungen - beim Amtsgericht die Insolvenz für Wiesmann zu beantragen.

Warum Racing Dynamics die Insolvenz für Wiesmann beantragte

Wie es dazu kam?

manager magazin online erzählt die letzte Etappe einer bizarren Firmengeschichte nach. Es ist ein Drama, in dem Missverständnisse, mangelnde Kontrolle, ja fast schon Realitätsverlust den großen Traum des einfachen Ingenieurs Martin Wiesmann zerstörten.

Die letzte Etappe, der Abschnitt, in dem auch Michael Weber eine Rolle spielt, ist bezeichnend für das, was sich im westfälischen Dülmen unsichtbar für die Öffentlichkeit abspielte. Sie zeigt auch, dass nicht nur Wiesmann litt, sondern auch etliche größere und kleinere Zulieferer rund um das Dülmener Unternehmen. Die komplette Geschichte, sehr viel umfang- und facettenreicher,lesen Sie im neuen manager magazin.

Für PS-Liebhaber waren die Wiesmann-Geschosse echte Traumautos: Auf bis zu 555 PS aufgerüstete Leichtgewichte, teils schneller als 300 Kilometer pro Stunde. Andererseits: In ihrem Inneren verbarg sich so manches Teil, das nicht mehr wirklich zeitgemäß war.

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