Freitag, 6. Dezember 2019

Fahrdienstvermittler im Faktencheck Wie Uber, Gett & Co. die Mobilität revolutionieren wollen 

2. Teil: Didi Chuxing - die chinesische Großmacht

Didi Chuxing: Der chinesische Uber-Rivale hat nun Apple auf seiner Seite

Die aus den beiden chinesischen Konkurrenten Didi-Dache und Kuaidi-Dache hervorgegangene Vermittlungsplatform Didi Chuxing (ehemals Didi Kuaidi) ist - was die Finanzierung angeht - die klare Nummer zwei auf dem Markt.

Insgesamt 9,6 Milliarden Dollar hat das Start-up in den vier Jahren seit seiner Gründung bislang eingesammelt. Davon stammt allein eine Milliarde Dollar von Apple. Aber auch Größen wie Aliababa, Tencent China Life, die Softbank und Temasek sind bei Didi Chuxing investiert, das eine deutlich größere Zahl von Transportoptionen anbietet als Uber.

Dazu gehört neben klassischen Fahrdiensten in 400 chinesischen Städten auch ein Mietwagenangebot, Ridesharing, Busdienste und Testfahrten. Laut Crunchbase hat es Didi mit dieser Strategie zur zweitgrößten Transaktionsplattform der Welt hinter Alibaba geschafft - dem Unternehmen, bei dem Chef Cheng Wei vor der Gründung des Fahrdienstes auch arbeitete. Und als Transaktionsplattform sieht sich Didi Chuxing auch - eher denn als einfachen Uber-Konkurrenten.

Nichtsdestotrotz liefert sich Didi Chuxing mit Uber in China eine regelrechte Verdrängungsschlacht. Im Kampf gegen die Amerikaner setzt Didi dabei auf eine internationale Allianz. Zu diesem Zweck sind die Chinesen unter anderem mit Uber-Konkurrenten wie Ola (Indien), Grab-Taxi (Singapur) und Lyft (San Francisco) eine internationale Allianz eingegangen. Damit können Kunden der Apps die Dienste der jeweiligen Partner im Ausland nutzen und in ihrer Heimatwährung bezahlen.

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