Mittwoch, 27. Mai 2020

Luxus-Autos Immer auf dem "Bentley-Weg"

Das geflügelte B: Im Bild ziert die Kühlerfigur einen Bentley Brooklands

Nur wenige Autohersteller sind so traditionsumflort wie Bentley. Doch wie lässt sich so ein Ruf, so eine Marke in die Zukunft steuern? Ein Gespräch mit Stefan Büscher, Marketing-Direktor von Bentley.

mm: Kann man den Wert der Marke und deren Bedeutung für Bentley eigentlich überschätzen?

Büscher: Sicher nicht. Die Marke ist unsere eindeutige Identität. Sie formuliert für uns eine Art Leitbild. Die Marke steht daher im Mittelpunkt all unserer Aktivitäten.

mm: Bentley hat gerade den Weg freigemacht für einen SUV, einer Gattung also, die bei anderen Konzernen schon lange rollt. Verträgt das die Marke?

Büscher: Unser SUV wird ein waschechter Bentley sein, der die gesamte Bentley-DNA verkörpert. Handmade in England, by Bentley Motors. Somit ist die vierte Baureihe eine natürliche Weiterentwicklung unserer Marke. Und: Unsere Kunden haben klar um einen Bentley in diesem, für uns neuen, Segment gebeten. Wir sehen eine exklusive Wachstumschance, eine Lücke ganz oben im SUV-Segment, und füllen diese nun aus, wie es nur Bentley kann.

mm: Helfen Sie einem Nicht-Bentley-Fahrer auf die Sprünge - was ist die Bentley-DNA?

Büscher: Bentley repräsentiert die Speerspitze automobiler Exzellenz. Eine glorreiche Tradition mit einem unverkennbar britischen Erbe, luxuriöse Handwerkskunst mit unvergleichlicher Qualität, maßgefertigte Individualität für jeden einzelnen Kunden, elegantes zeitloses Design, mühelose Kraftentfaltung mit überlegenem Leistungsvermögen, kombiniert mit modernster Technologie. Die Marke Bentley vereint all diese Attribute wahrhaft einzigartig bei jedem Modell.

mm: Und mit dem SUV soll nun die Produktpalette abgerundet werden.

Büscher: Genau richtig, wie gesagt, die neue Baureihe repräsentiert eine konsequente Weiterentwicklung.

mm: Das erinnert an Porsche, die lange nur über den Klassiker 911 definiert wurden, zumindest von Traditionalisten. Und denen der Cayenne dann ein Dorn im Auge war, zumindest anfangs.

Büscher: Kritische Stimmen gibt es doch immer, und das ist auch gut so, denn auch dort haben wir sehr genau zugehört, was sich unser Kunden wünschen. Darauf sind wir in der Entwicklung nun systematisch eingegangen. Über die überwältigende Mehrheit an positiven Stimmen zu unserem komplett neuen Fahrzeugkonzept und Zustimmung unserer Kunden haben wir uns aber auch sehr gefreut.

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