Donnerstag, 28. Mai 2020

Messen in Zeiten von Covid-19 Wie Genf den Autosalon vor dem Corona-Aus retten will

Lange Jahre für die große Show gut: Der Autosalon in Genf (hier eine Audi-Präsentation aus dem Jahr 2018)

Es sind schwere Zeiten für Messeveranstalter - besonders in der Autobranche. Ob IAA oder Genfer Autosalon - die Begeisterung der Autobauer, ihre Produkte mit aufwendigen Veranstaltungen auf großen Branchenmessen zu präsentieren, lässt nach - ebenso wie häufig die Besucherzahlen.

Mit dem Coronavirus sehen sich die internationalen Messeveranstalter nun noch einer weiteren Herausforderung gegenüber, die bei einigen Veranstaltungen sogar zu deren Absage führte - wie zuletzt etwa beim Mobile World Congress in Barcelona. Auch die Messe in Frankfurt und die in Genf sagten zuletzt kleinere Events ab und verschoben sie auf einen späteren Zeitpunkt im Sommer.

Am Genfer Autosalon, der vom 5. bis zum 15. März stattfinden soll, will der Veranstalter Palexpo nach aktuellem Stand aber festhalten. Allerdings sind dort in diesem Jahr eine ganze Reihe großer Autobauer ohnehin nicht mehr vertreten. Neben Cadillac, Ford, Jaguar, Lamborghini, Land Rover, Mitsubishi, Nissan, Peugeot, Citroen, Opel und Subaru seien auch Tata, Tesla und Volvo nicht in Genf vor Ort, schrieb am Dienstag der zur Uni St. Gallen gewechselte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer.

"Im Moment ist es definitiv, dass die Messe stattfindet", erklärte eine Sprecherin am Dienstag auf Anfrage des manager magazins. Absagen von Ausstellern aufgrund des Coronavirus habe man nicht erhalten. Das letzte Wort, betonte sie, hätten aber die Schweizer Gesundheitsbehörden, die nach eigenen Angaben die Situation regelmäßig prüfen.

"Wir beobachten die Situation und entscheiden dann dementsprechend", sagte am Dienstag ein Sprecher des Schweizer Bundesamtes für Gesundheit dem manager magazin.

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