John Krafcik im Interview Waymo-Chef sieht in Tesla "keinen Rivalen" bei autonomem Fahren

Die Google-Ausgründung Waymo fährt allen davon. Ihr Chef John Krafcik bezweifelt, dass US-Elektrobauer Tesla seinen Kunden autonomes Fahren bieten kann.
Mr Robot: Waymo-CEO John Krafcik wird morgens von einem selbstfahrenden Van ins Büro chauffiert. Privat ist der Ex-Ford-Manager Autofan geblieben: In seiner Garage stehen drei Porsches.

Mr Robot: Waymo-CEO John Krafcik wird morgens von einem selbstfahrenden Van ins Büro chauffiert. Privat ist der Ex-Ford-Manager Autofan geblieben: In seiner Garage stehen drei Porsches.

Foto: BRENDAN MCDERMID / REUTERS

Waymo-Chef John Krafcik bezweifelt, dass der amerikanische Autobauer Tesla seinen Kunden autonomes Fahren bieten wird. Der Elektrohersteller sei "überhaupt kein Konkurrent" für Waymo, erklärte der Chef der Google-Ausgründung für autonomes Fahren im Interview mit dem manager magazin.  Nur Waymo stelle ein komplett autonomes Fahrsystem her; Tesla dagegen nur ein Fahrassistenzsystem. "Tesla warnt seine Fahrer, jederzeit darauf zu achten, ihre Hände am Lenkrad zu halten, und erinnert die menschlichen Fahrer daran, dass sie ihr Auto jederzeit kontrollieren müssen.  Auf unseren Lenkrädern steht: Anfassen verboten."

Tesla verkauft seine Autos zwar bereits mit dem Versprechen auf ein "volles Potenzial für autonomes Fahren". Doch Krafcik hält es für unmöglich, dass Teslas Fahrzeuge diese Stufe auch erreichen werden. "Es ist eine falsche Vorstellung, dass Sie ein Fahrassistenzsystem einfach so lange weiterentwickeln können, bis Sie eines Tages auf geradezu magische Art und Weise zu einem vollständig autonomen Fahrsystem springen können." So seien Waymos Sensoren "um Größenordnungen besser".

Waymo betreibt in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona seit Oktober 2020 den weltweit ersten kommerziellen Robfahrdienst. Krafcik sagte dem manager magazin , die Kosten für autonomes Fahren würden überschätzt. Waymos Autos seien inklusive der Computer und Sensoren "nicht teurer als eine moderat ausgestattete S-Klasse". Bei Hardwarekosten von 30 Cent pro Meile ergebe sich für Waymos Geschäft Potenzial für "eine bemerkenswerte Marge".  "Ich bin mir sicher, dass das ein sehr profitables Geschäft wird."

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