Mittwoch, 13. November 2019

Corporate Carsharing Nun kommt der Dienstwagen to go

DriveNow-Flotte: Jeder sechste Kunde nutzt das Angebot bereits beruflich

Ein Dienstwagen ist für viele das Sahnehäubchen auf dem Gehaltspaket. Schließlich signalisiert ein A6 oder eine Mercedes E-Klasse vor der Tür sowohl Geschäftspartnern als auch Nachbarn, dass man es geschafft hat. Doch derartige Statussysmbole kosten. Schon jetzt ist der Fuhrpark in manchen Firmen der zweitgrößte Kostenblock nach dem Personal. Entsprechend intensiv suchen viele Unternehmen nach Möglichkeiten, die Kosten dafür zu senken.

Viele Unternehmen bevorzugen inzwischen nicht nur kleinere, benzinsparende Wagen - sie haben mittlerweile auch Corporate Carsharing entdeckt. Ein Markt, der noch in den Kinderschuhen steckt, wie Gerd Heinemann vom Kölner Berater BBE Automotive betont. Der aber gleichzeitig enormes Wachstumspotenzial aufweist.

Das Ende des klassischen Dienstwagens als Gehaltsbestandteil ist damit nicht eingeläutet. "Autos sind immer noch Statussymbole - und das werden sie auf absehbare Zeit auch bleiben", sagt Heinemann, der die Akzeptanz und das Potenzial verschiedener Carsharing-Modelle zusammen mit dem TÜV Rheinland in einer Studie unter die Lupe genommen hat.

Allein die Zahl der Firmenanbieter, die aktuell auf den Markt drängen, zeigt, welches Potenzial hier noch zu heben ist. Nach Schätzungen des Marktforschers Frost & Sullivan dürfte die Zahl der Corporate- Carsharing-Wagen in den nächsten Monaten enorm zunehmen.

Marktforscher rechnen mit Corporate-Carsharing-Boom

Standen dem Marktforscher zufolge 2013 noch lediglich rund 2000 Carsharing-Wagen für Firmenkunden zur Verfügung dürfte deren Zahl nach Schätzungen von Frost und Sullivan bis 2020 auf zwischen 75.000 bis 100.000 steigen.

Angeboten werden sie von einer Vielzahl von Playern, unter anderem den Automobilkonzernen selbst, aber auch von Autovermietern.

Europcar beispielsweise will wohl in wenigen Wochen den erst 2015 übernommenen Corporate-Carsharing-Anbieter Ubeeqo/Bettercar in Deutschland und Großbritannien an den Start bringen.

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