VW-Betriebsversammlung in Wolfsburg Wolfgang Porsche beruhigt VW-Mitarbeiter

Von mm-newsdesk
VW-Produktion in Wolfsburg: Verträge mit Zeit- und Leiharbeitern in Gefahr

VW-Produktion in Wolfsburg: Verträge mit Zeit- und Leiharbeitern in Gefahr

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VW-Aktie: VW-Aktie steigt - und wer steigt ein?

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VW -Miteigentümer Wolfgang Porsche will sich trotz des Abgas-Skandals für einen Erhalt der Arbeitsplätze bei Volkswagen einsetzen. Die "Die Familien Porsche und Piëch stehen zur Beschäftigungssicherung bei Volkswagen durch ein stabiles und erfolgreiches Unternehmen", sagte Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Porsche am Mittwoch vor Tausenden VW-Beschäftigten in einer Halle auf dem Wolfsburger Werksgelände. "Wir wissen: Arbeitsplätze sind ein sehr hohes Gut. Und dieses Gut darf nicht leichtfertig verspielt werden", fügte er hinzu.

Porsche bekannte sich zudem zur Mitbestimmung der Beschäftigten bei Volkswagen. Damit sei der Konzern in den vergangenen Jahren nicht schlecht gefahren.

Auch VW-Konzernchef Matthias Müller sowie Markenchef Herbert Diess hatten angekündigt, die Stammbelegschaft halten zu wollen.

Nach Informationen der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch) sollen die Verträge von rund 300 Beschäftigten im Nutzfahrzeugwerk in der niedersächsischen Landeshauptstadt Ende Januar auslaufen. Damit fällt demnach etwa jede dritte Zeitarbeitsstelle an dem Standort weg.

Die Verträge von weiteren 500 Leiharbeitern wurden zudem zunächst nur um drei Monate verlängert, wie die Zeitung weiter schrieb.

Absatzeinbruch in den USA, S&P stuft VWs Kreditwürdigkeit ab

Unterdessen bekommt Volkswagen in den USA eine erste Quittung für die Abgas-Betrügereien: Im November brach der Absatz der Pkw-Kernmarke VW auf dem US-Markt im Jahresvergleich um 24,7 Prozent auf 23 882 Autos ein, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Die Verkäufe spiegelten den Verkaufsstopp der Autos mit 2,0- und 3,0-Liter-Dieselmotoren wider, erklärte VW.

Weitere schlechte Neuigkeiten lieferte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P), die die Kreditwürdigkeit von VW herabstufte.

Zudem bereiten die Wolfsburger nun auch in Indien den Rückruf Hunderttausender Diesel-Autos vor.

VW hatte zugegeben, Abgaswerte mit einer Software manipuliert zu haben und muss in den USA mit milliardenschweren Strafen rechnen. Hinzu kommen hunderte Schadensersatzklagen. Womöglich muss der Konzern zudem Aktionäre wegen des erlittenen Kursverlusts entschädigen. Arbeitsplätze könnten auf der Kippe stehen, wenn der Absatz sinken sollte.

la/dpa/reuters
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