Montag, 23. September 2019

Manipulationsvorwürfe gegen VW Autoexperte sieht Winterkorn in der Pflicht

VW-Chef Winterkorn: "Wir haben es hier mit einer Sache zu tun, die nicht beim Pförtner endet", sagt Autoexperte Dudenhöffer zu den Abgas-Manipulationsvorwürfen - und fordert Untersuchungen auch in Europa

Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hat angesichts der Manipulationsvorwürfe gegen Volkswagen in den USA auch in Europa eine Untersuchung gefordert. "Sicherlich müssen jetzt auch die EU-Kommission und das Bundesverkehrsministerium den Dingen nachgehen und klären, inwieweit diese Software auch in Europa und Deutschland eingesetzt wurde und falsche Abgaswerte vorgaukelt", sagte Dudenhöffer den Zeitungen der Funke Mediengruppe ("Berliner Morgenpost", "Hamburger Abendblatt", "Westdeutsche Allgemeine"). "Da die US-Behörde weitere Ermittlungen auch gegen andere Autobauer angekündigt hat, kann man derzeit nichts ausschließen."

Die US-Umweltbehörde EPA wirft VW vor, die Ermittlungen von Abgaswerten bei Dieselfahrzeugen manipuliert zu haben. Betroffen sind fast eine halbe Million Autos, dem Konzern drohen im schlimmsten Fall Strafen von bis 18 Milliarden Dollar. Dudenhöffer sieht angesichts der Tragweite des Falls auch Konzernchef Martin Winterkorn in der Verantwortung. "Wir haben es hier mit einer Sache zu tun, die nicht beim Pförtner endet", sagte Dudenhöffer.

VW-Desaster in den USA - Das müssen Sie wissen

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung