Samstag, 25. Januar 2020

Porsche-Chef Müller wird VW-Chef, Blume als neuer Porsche-Chef im Gespräch VW-Chef Müller - "Wir werden diese Krise bewältigen"

Neuer VW-Chef Matthias Müller am Freitag Abend in Wolfsburg: "Volkswagen wird unter meiner Führung alles daran setzen, die strengsten Compliance- und Governance-Standards der gesamten Branche zu entwickeln und umzusetzen"

20.00 Uhr: Matthias Müller ist wie erwartet neuer VW-Chef, Hans Dieter Pötsch soll wie bereits vor Wochen geplant neuer Chefaufseher bei Volkswagen werden. Das neue Führungsduo Müller / Pötsch bringt aber auch einige Risiken mit sich, wie unser stellvertretender Chefredakteur Martin Noé ins seinem Kommentar schreibt.

19.55 Uhr: Die Nachfolge des neuen VW-Chefs Matthias Müller beim Sportwagen-Hersteller Porsche ist bereits so gut wie entschieden. Offiziell steht Müller zwar zunächst weiterhin auch an der Spitze von Porsche. Laut dpa steht aber der bisherige Produktionsvorstand Oliver Blume (47) bereits als neuer Porsche-Chef fest. Aus formalen Gründen wurde diese Personalie nicht schon am Freitag geklärt, schließlich muss der Aufsichtsrat der VW-Tochter Porsche AG dies beschließen. Dieses Gremium soll in der kommenden Woche in Stuttgart zusammenkommen. Die neue Führungsriege bei VW sehen Sie hier im Überblick.

19.45 Uhr: Der bisherige VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch soll trotz des Abgas-Skandals wie geplant in den Volkswagen -Aufsichtsrat gewählt werden. Am 9. November werde eine außerordentliche Hauptversammlung abgehalten, auf der sich Pötsch zur Wahl stellen werde, teilte VW mit. Bis dahin bleibt Pötsch Finanzchef des Konzerns. Damit hat der Anfang September veröffentlichte Vorschlag des AR-Präsidiums Bestand, Pötsch als Nachfolger des geschassten VW-Patriarchen Ferdinand Piëch an die Spitze des Aufsichtsrates zu befördern. Seit Piëchs Rücktritt im Frühjahr hat den Posten übergangsweise der frühere IG-Metall-Chef Berthold Huber inne. Offen ist weiterhin, wer Pötschs Job als VW-Finanzchef übernehmen soll.

19.00 Uhr: Weiteres Stühlerücken bei VW: Vertriebschef Christian Klingler verlässt den Konzern. Er wird durch den bisherigen Seat-Chef Jürgen Stackmann ersetzt. Klingler verlasse das Unternehmen wegen "unterschiedlicher Auffassungen" über die Geschäftsstrategie. Sein Abschied stehe nicht in Zusammenhang mit aktuellen Ereignissen, erklärte VW.

18.55 Uhr: Überraschend: Michael Horn bleibt trotz des Abgas-Skandals in den USA US-Chef, bekommt aber einen Aufpasser an die Seite gestellt: Skoda-Chef Winfried Vahland wird Chef der neu zu bildenden Nordamerika-Organisation, welche die Märkte USA, Mexiko und Kanada zusammenfasst.

18.45 Uhr: "Wir stehen zu unserer Verantwortung", sagt der neue VW-Chef Matthias Müller. "Wir können und werden diese Krise bewältigen". Müller kündigte unter anderem die Einführung strenger Compliance-Regeln an. An seinen Vorgänger gewandt sagte Müller: "Ich danke Martin Winterkorn dafür, was er für diesen Konzern geleistet hat." Vor seiner Leistung habe er höchsten Respekt.

"Meine dringlichste Aufgabe wird es sein, Vertrauen für den Volkswagen Konzern zurückzugewinnen - durch schonungslose Aufklärung und maximale Transparenz, aber auch, indem wir die richtigen Lehren aus der aktuellen Situation ziehen", fährt Müller in seinem Statement fort. "Volkswagen wird unter meiner Führung alles daran setzen, die strengsten Compliance- und Governance-Standards (Verhaltens- und Führungsregeln, Gesetze und Richtlinien, die Red.) der gesamten Branche zu entwickeln und umzusetzen." Wenn das alles gelinge, dann habe der VW-Konzern "die Chance, langfristig gestärkt aus dieser Krise hervorzugehen."

18.40 Uhr: Volkswagen braucht einen Neuanfang und einen Kulturwandel, sagt Betriebsratschef Bernd Osterloh in einem kurzen Statement. Müller sei kein Einzelkämpfer, sondern ein Teamplayer. "Das braucht Volkswagen jetzt", so Osterloh.

18.36 Uhr: Die Familien Porsche und Piech stünden voll und ganz zu Müller und zu Volkswagen, ergänzt AR-Mitglied Wolfgang Porsche.

18.35 Uhr: Die Entscheidung ist gefallen. Matthias Müller ist neuer VW-Chef. Dies bestätigte Aufsichtsratschef Berthold Huber am Freitag Abend in Wolfsburg. Der bisherige Porsche-Chef Müller übernimmt die Nachfolge von Martin Winterkorn, der wegen des Abgas-Skandals bei Europas größtem Autobauer zurückgetreten war. "Wir werden alles tun, um das verlorengegangene Vertrauen Schritt für Schritt zurückzugewinnen", sagte Huber. Derweil geht der Umbau bei VW weiter: Zahlreiche Mitarbeiter sollen beurlaubt werden, so Huber. Namen wurden nicht genannt.

Portrait: So tickt der neue VW-Chef Matthias Müller

18.33 Uhr: Neues vom Schweizer Nachbarn: Als Sofortmaßnahme wollen die Schweizer Behörden den Verkauf der von Manipulation betroffenen VW -Fahrzeuge verbieten. Zudem werde eine spezielle Arbeitsgruppe eingesetzt, wie das Bundesamt für Straßen (ASTRA) am Freitagabend mitteilte.

18.31 Uhr: Warten Sie auch auf die Entscheidung über die neue VW-Führung? Eine gute Gelegenheit, sich die Wartezeit zu vertreiben, ist unser brandneuer Quiz zum VW-Skandal: Käfer, Bulli, Dieselgate - wie gut kennen Sie Volkswagen?

18.30 Uhr: Nichts regt sich in Wolfsburg. Offenbar müssen die Mitglieder des Aufsichtsrats erst einmal das ganze Ausmaß des VW-Kursrutsches verdauen: Die Aktie von VW Börsen-Chart zeigen gab am Freitag erneut knapp 5 Prozent nach und schloss bei 106 Euro. Damit hat das Papier innerhalb einer Woche 34 Prozent eingebüßt. Selten wurde ein Konzern binnen so kurzer Zeit so durchgeschüttelt.

18.00 Uhr: Warten auf Volkswagen. Mehr als sechs Stunden nach Beginn der Aufsichtsratssitzung ist laut dpa noch kein Ende der Beratungen in Wolfsburg absehbar. Grund für die Verzögerung sei ein "umfangreicher Beratungsbedarf zu den zur Diskussion stehenden Personalien." Das 20-köpfige Kontrollgremium war am späten Vormittag zusammengekommen, um Wege aus der weltweiten Abgas-Krise zu finden und einen Nachfolger für den am Mittwoch zurückgetretenen VW -Chef Martin Winterkorn zu wählen. Als Top-Favorit für die Winterkorn-Nachfolge gilt weiterhin Porsche-Chef Matthias Müller.

Lesen Sie auch: Käfer, Bulli, Dieselgate - wie gut kennen Sie Volkswagen? 16.40 Uhr: Die US-Behörden verschärfen nach dem Abgas-Skandal bei Volkswagen die Kontrolle von Diesel-Fahrzeugen. Ein Vertreter der US-Umweltbehörde (EPA) sagte am Freitag: "Die Technologie macht Fortschritte, und dem müssen wir uns anpassen." Die Autobauer seien über die verstärkten Kontrollen unterrichtet worden.

16.20 Uhr: Es wird spannend. Die Sitzung des VW-Aufsichtsrats ist offenbar beendet, Journalisten werden aufs Werksgelände gelassen. In Kürze dürfte der Aufsichtsrat die neue VW-Führung bekannt geben.

16.00 Uhr: Die Fälschung von Abgaswerten ist einem Medienbericht zufolge in großen Teilen von VW-Managern in der Wolfsburger Konzernzentrale überwacht worden. In den USA habe der Hersteller gar nicht die Ingenieure, um die Autos entsprechend zu manipulieren, berichtete "Bloomberg" unter Berufung auf drei mit den US-Geschäft von VW vertraute Personen.

15.30 Uhr: In Deutschland sind nach Worten von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt mindestens 2,8 Millionen Volkswagen mit manipulierten Abgas-Systemen unterwegs. Dies betreffe die 1,6-Liter und 2,0-Liter-Motoren, sagte der CSU-Politiker am Freitag im Bundestag. Es könnten aber auch 1,2-Liter-Diesel-Motoren betroffen sein. "Aktuell gehen wir davon aus, dass sich auch hier mögliche Manipulationen zeigen können." Neben Autos seien auch leichte Nutzfahrzeuge so auf den Straßen. Volkswagen müsse nun erklären, ob es in der Lage sei, die Manipulationen zu beheben. Derzeit tagt der Aufsichtsrat des Unternehmens und berät über die Affäre. Nachfolger von Winterkorn wird höchstwahrscheinlich Porsche-Chef Matthias Müller werden.

15.00 Uhr: Der Dax Börsen-Chart zeigen erholt sich von seinem jüngsten Kurssturz - nur die VW-Aktie baut am Nachmittag ihre Verluste auf 2,5 Prozent aus und fällt wieder unter die Marke von 110 Euro.

14.05 Uhr: "Es gibt Kräfte, die versuchen werden, den Diesel als solches in Misskredit zu bringen. Das wird vor allem in den USA leichter sein als in Europa", unkt Matthias Wissmann, Präsident des Lobbyverbandes der deutschen Automobilindustrie. Welche Kräfte der ehemalige Bundesverkehrsminister meint, lässt er offen. Wissmanns Einlassung sieht eher nach einem Ablenkungsmanöver aus.

14 Uhr: Die Sitzung des VW-Aufsichtsrats zieht sich länger hin als gedacht. Das Gremium berate nicht nur über die neue Führung, sondern auch über die künftige Struktur des Wolfsburger Konzerns, sagten zwei Insider der Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Deshalb werde die Sitzung voraussichtlich bis zum späten Nachmittag dauern.

13.50 Uhr: VW-Konkurrent Daimler bekräftigt, dass seine technischen Motoreneinstellungen korrekt und gesetzeskonform waren und sind. Eine Software, die die Wirksamkeit der Abgasnachbehandlung unzulässig einschränke, gebe es bei Daimler-Motoren nicht.

13.43 Uhr: Im Kontext mit dem VW-Abgasskandal wurden in den USA bereits Dutzende Sammelklagen eingereicht. Insofern überrascht es nicht, dass die Bundesregierung erwartet, dass auch deutschen Verbrauchern aus dem VW-Abgas-Skandal Schadenersatzansprüche entstehen. Wenn eine Kaufsache nicht die vereinbarte Beschaffenheit habe, verletze der Verkäufer seine Pflicht, sagte ein Sprecher des Justizministeriums. Das gelte auch, wenn sich der Käufer auf öffentliche Äußerungen des Verkäufers verlassen habe, erläuterte er und fügte hinzu: "Darunter können unter Umständen auch Abgaswerte fallen."

12:45 Uhr - Die Internet-Anzeigenbörse AutoScout24 sieht bisher keine Auswirkungen des VW-Abgasskandals. "Aktuell erkennen wir in Deutschland weder bei den Neu- noch bei den Gebrauchtwagen der VW-Diesel-Fahrzeuge einen Nachfragerückgang. Ebenso wenig sehen wir eine spezielle Veränderung bei den Preisen seit dem Abgasskandal", sagt Sebastian Lorenz von AutoScout24.

12.30 Uhr: Die deutsche Auto-Lobby warnt davor, wegen des VW-Skandals Dieselfahrzeuge grundsätzlich in Frage zu stellen. "Es handelt sich bei diesem Vorgang in den USA, den wir sehr bedauern, nicht um ein prinzipielles Diesel-Problem", sagte VDA-Präsident Matthias Wissmann bei der Abschlusspressekonferenz der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt. Moderne Dieseltechnologien seien für die Erreichung der europäischen Klimaschutzziele unverzichtbar.

12.20 Uhr: Trotz des Skandals um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen strömen derzeit mehr Menschen in die Messehallen der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt als vor zwei Jahren. Der veranstaltende Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet bis Sonntag mit rund 920.000 Besuchern, sagt VDA-Präsident Matthias Wissmann . Das sei ein Anstieg um rund 40.000 Gäste oder 5 Prozent gegenüber der 65. IAA im Jahr 2013.

Rupert Stadler, Chef der erfolgreichen und hochprofitablen Volkswagen-Tochter Audi, soll nach einem Pressebericht diesen Job weiter ausführen und nicht in den Konzernvorstand nach Wolfsburg wechseln
12:01 Uhr: FAW-Volkswagen und Shanghai Volkswagen, zwei chinesische Volkswagen-Joint-Ventures, haben erklärt, vom Skandal um manipulierte Abgaswerte nicht betroffen zu sein.

11:54 Uhr: Auch Norwegen untersucht nun mögliche Konsequenzen der Emissions-Manipulationen von Volkswagen. Die norwegische Polizei ermittelt.

11.33 Uhr: Audi-Chef Rupert Stadler soll nicht in den Volkswagen -Vorstand wechseln. Stadler werde seinen Posten vorerst behalten, berichtet "Auto Motor und Sport" unter Berufung auf VW-Kreise. Stadler war als neuer Finanzchef des Wolfsburger Konzerns gehandelt worden, da der jetzige Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch Aufsichtsratschef werden soll. Seat-Chef Jürgen Stackmann soll dem Bericht zufolge neuer Vertriebschef des VW-Konzerns werden. Ihm könnte der jetzige Audi-Vertriebschef Luca de Meo folgen. Für dessen Posten sei wiederum Skoda-Vertriebsvorstand Werner Eichhorn im Gespräch. Skoda-Chef Winfried Vahland werde neuer Chef des USA-Geschäfts von Volkswagen, wie Insider auch schon der Nachrichtenagentur Reuters gesagt hatten. Ein VW-Sprecher wollte zu den Personalentscheidungen keine Stellung nehmen.

11.15 Uhr: Der Volkswagen-Aufsichtsrat berät sich seit 11 Uhr in Wolfsburg. Das 20-köpfige Gremium entscheidet über den Nachfolger des zurückgetretenen VW-Chefs artin Winterkorn und weitere Konsequenzen des Abgas-Skandals.

10.44 Uhr: Eine aktualisierte Studie des Forschungsinstituts ICCT zeigt, dass auch der CO2-Ausstoß in echten Fahrsituationen um rund 40 Prozent über den Hersteller-Angaben aus Labortests liegt. Diese Differenz habe sich damit seit 2001 vervierfacht. Seit 2010 gebe es damit in der Realitiät praktisch keine Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes bei Autos.

10 Uhr: Zwar beraten die VW-Aufsichtsräte heute Vormittag über Winterkorns Nachfolge an der VW-Spitze und weitere Neubesetzungen in der Vorstandsriege. Doch Winterkorn will nach Informationen von "Spiegel-Online"einen einflussreichen Posten behalten: Er will Vorstandsvorsitzender bei der Porsche Automobil Holding SE bleiben. Insofern bleibt sich "WiKO" treu, hatte der Manager in seiner Video-Rede doch gesagt: "Volkswagen war ist und bleibt mein Leben." Die Holding hält die Mehrheit der Stammaktien des VW-Konzerns. Winterkorn würde sich damit einen starken Einfluss auf Volkswagen sichern. Das Magazin zitiert einen Aufsichtsrat der Porsche Automobil Holding mit den Worten: "Das geht überhaupt nicht."

9.15 Uhr: Deutsche Autobauer schieben Dax an: Die vorbörsliche, feste Tendenz an der Börse bestätigt sich: Der Dax Börsen-Chart zeigen legt im frühen Handels um 1,98 Prozent auf 9614 Punkte zu und macht damit seine Vortagsverluste wett. BMW Börsen-Chart zeigen , Daimler Börsen-Chart zeigen und Volkswagen Börsen-Chart zeigen bilden nach den teils heftigen Kurverlusten der Vortage das Spitzentrio im Dax mit Gewinnen zwischen 3 und 5 Prozent.

8.56 Uhr: Nach einer Umfrage des ZDF-Politbarometer steht fest: Die Deutschen vertrauen den Autoherstellern nicht mehr. Der Umfrage zufolge gehen 54 Prozent der Befragten davon aus, dass die Manipulationen VW dauerhaft schaden werden, 44 Prozent glauben das nicht. Das Vertrauen in die Angaben von Autoherstellern ist demnach generell nicht sehr groß: 76 Prozent sind der Meinung, dass bei Abgaswerten sehr häufig (29 Prozent) oder häufig (48 Prozent) Falschangaben gemacht werden.

8.30 Uhr: Autowerte sollten heute an der Frankfurter Börse ihren Erholungskurs fortsetzen. Vorbörslich legen die Aktien von Volkswagen Börsen-Chart zeigen beim Broker Lang & Schwarz (L&S) mehr als 3 Prozent zu. Für BMW Börsen-Chart zeigen - am Donnerstag noch Dax-Schlusslicht - ging es bei L&S um mehr als 4 Prozent hoch, die Aktien von Daimler Börsen-Chart zeigen gewannen knapp 3 Prozent.

8.00 Uhr: Die Affäre um manipulierte Abgaswerte bei Volkswagen zieht weitere Kreise. Die indische Regierung hat eine Untersuchung der Volkswagen-Abgaswerte angeordnet. "Wir wollen wissen, ob das, was in den USA passiert ist, auch bei uns passieren könnte oder nicht", sagte ein Regierungsvertreter der Zeitung "Mint".

Martin Winterkorn: Will offenbar Vorstandsvorsitzender bei der Porsche Automobil Holding SE bleiben, die 50,7 Prozent der Stammaktien von VW kontrolliert
7.30 Uhr: Autoexperte Michael Freitag der Printredaktion des manager magazin, zugleich intimer Kenner des VW-Konzerns, hat am Morgen dem Deutschlandfunk ein längeres Hintergrund-Interview gegeben. Seine Einschätzungen und Interpretation der VW-Krise können Sie hier in der Mediathek von Deutschlandradio nachhören. Nachlesen können Sie das ganze Interview hier bei manager magazin online

7.10 Uhr: Wie war eigentlich der Abend gestern in Frankfurt mit Rupert Stadler? Der Audi-Chef hielt eine Rede beim "President's Dinner" der amerikanischen Handelskammer mit dem Titel "Das Auto der Zukunft bewegt den American Dream". Ein pikanter Termin vor dem Hintergrund der VW-Abgasaffäre, die ja in den USA ihren Anfang nahm. Wie "faz.net" berichtet, sprach der Audi-Chef Sätze wie: "Die Zukunft der Mobilität hat begonnen, und damit begegnen wir einer der größten Herausforderungen unserer Zeit, nämlich dem Klimawandel."

Anschließend stellte sich Stadler den Fragen des Publikums - anders als von Audi gegenüber manager-magazin.de angegeben. Erst da, berichtet "faz.net" weiter, habe sich der Audi-Chef zum Dieselskandal geäußert: "Wir sollten den Diesel, trotz aller Diskussionen, die jetzt darum entstehen, bitte nicht verteufeln."

6.55 Uhr: Diese Männer entscheiden darüber, wer auf Vorstandsebene gehen muss und wer bleiben darf.

6.40 Uhr: Heute sollen im Konzern auch Köpfe rollen. Neben VW-Chef Winterkorn müssen der für Forschung zuständige Porsche-Vorstand Wolfgang Hatz und Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg gehen, wie Medien übereinstimmend berichten. Auch Volkswagen-US-Chef Michael Horn steht demnach auf der Abschussliste. SPIEGEL ONLINE will außerdem erfahren haben, dass VW-Entwicklungsvorstand Heinz-Jakob Neußer seinen Hut nehmen muss. Über die Personalien hatten wir bereits gestern berichtet.

6.35 Uhr: Wer wird eigentlich Porsche-Chef, wenn Müller künftig VW lenkt? Die Nachrichtenagentur dpa will aus Konzernkreisen erfahren haben, dass der 47 Jahre alte Produktionsvorstand Oliver Blume sehr gute Chancen hat.

6.25 Uhr: VW versucht den personellen Neustart. Der Aufsichtsrat berät heute ab 11 Uhr über die Nachfolge von Martin Winterkorn. Als Favorit gilt Porsche-Chef Matthias Müller - hier finden Sie ein Porträt des Mannes, der vor der schwierigsten Aufgabe seiner Karriere steht.

6.15 Uhr: Guten Morgen, liebe Leserin, lieber Leser. Auch heute halten wir Sie zur VW-Abgasaffäre auf dem Laufenden.

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