Autokonzern VW-Nutzfahrzeuge prüfen Sprung in die USA

VWs Nutzfahrzeuge sollen auch über US-Straßen rollen: Der Konzern denke "sehr, sehr ernsthaft" über einen Einstieg in den US-Markt nach, der Markt sei "soweit verstanden", sagt Markenchef Eckhard Scholz. VW-Patriarch Ferdinand Piech hatte da noch etwas anders geklungen.
Ein Auto für´s Pickup-Land USA: VWs Amarok

Ein Auto für´s Pickup-Land USA: VWs Amarok

Foto: Volkswagen

Hannover - Der Volkswagen -Konzern erwägt mit seinen leichten Nutzfahrzeugen einen Sprung auf den US-Markt. "Wir haben den Markt soweit verstanden. Unser weiteres Vorgehen beim Thema USA diskutieren wir derzeit sehr, sehr ernsthaft", sagte der Vorstandschef der Marke Volkswagen-Nutzfahrzeuge (VWN), Eckhard Scholz, in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa.

Mit seiner Wortwahl leistet sich Scholz eine Spitze gegen den VW-Patriarchen Ferdinand Piech: "Wir verstehen Europa, wir verstehen China und Brasilien, aber die USA verstehen wir bisher nur zu einem gewissen Grad", hatte VWs Aufsichtsratschef in einem Interview mit der Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg gesagt. Der Autoabsatz der Kernmarke Volkswagen ist auf der anderen Seite des Atlantik seit langem rückläufig.

VW ist mit Nutzfahrzeug-Modellen wie Transporter, Caddy und Amarok in den USA, dem nach China zweitgrößten Automarkt der Welt, bisher noch nicht vertreten. "Wir verfolgen in den USA intensiv eine Veränderung hin auch zu europäischen Konzepten für leichte Nutzfahrzeuge", sagte Scholz. Als Beispiele dafür nannte er Stadtlieferwagen oder auch mittelgroße und große Transporter.

luk/dpa
Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.