Sonderbewachung durch USA VW-Konzern vor Entlassung in die Freiheit

Hat die Dinge gerade gerückt: Larry Thompson.

Hat die Dinge gerade gerückt: Larry Thompson.

Foto: Julian Stratenschulte/DPA

Volkswagen steht kurz vor der Befreiung einer Sonderbewachung durch die US-Behörden. Der US-Aufseher Larry Thompson (74) habe seine Dauerprüfung im Zuge des Dieselskandals fast hinter sich gebracht, teilte der Konzern am Montag mit. Der am Montag veröffentlichte Abschlussbericht von Thompson nach dessen dreijähriger Tätigkeit als Auditor habe keine neuen Verfehlungen festgestellt, weder beim Mutterkonzern noch bei Töchtern. Zu Volkswagen gehören neben der Kernmarke auch die Pkw-Marken Audi, Skoda und Seat. Damit habe VW die Auflagen von US-Behörden in den zivilrechtlichen Verfahren erfüllt, hieß es. Geplant ist, dass Thompson seine Tätigkeit als Monitor im strafrechtlichen US-Verfahren bis September dieses Jahres fortsetzt.

Volkswagen hatte in den USA eingestanden, mittels Softwaremanipulationen bei der Abgastechnik von Dieselfahrzeugen betrogen zu haben. Insgesamt musste VW für die Dieselaffäre bis dato 31,3 Milliarden Euro an Kosten verbuchen, den Großteil davon in Nordamerika. Thompson war dem Konzern von US-Behörden als Aufpasser zur Seite gestellt worden, um die in den milliardenschweren Vergleichen vereinbarten Verbesserungen zu überprüfen und sicherzustellen, dass sich ein solcher Betrug nicht wiederholt.

Das Monitoring ist ein scharfes Kontrollinstrument der US-Behörden, mit dem sie ausländische Konzerne auch außerhalb ihres Rechtsraums eng kontrollieren und ausspionieren können. Die zuständige VW-Vorständin Hiltrud Werner (54) sagte, VW sei den Vereinbarungen mit dem US-Justizministerium und dem kalifornischen Generalstaatsanwalt mit dem Abschlussbericht nachgekommen.

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