VW kämpft um Einigung in USA Bangen bei VW - Konzern verschiebt Aufsichtsratssitzung

Von mm-newsdesk
Schleierhaft: Volkswagen kämpft um eine Einigung mit den US-Behörden.

Schleierhaft: Volkswagen kämpft um eine Einigung mit den US-Behörden.

Foto: Peter Steffen/ dpa

Der schlingernde VW-Konzern ringt um seine Kontrolle. Europas größter Autobauer hat die geplante Einigung mit den US-Umweltbehörden über den Umgang mit betrügerischen Diesel-Autos versäumt. Deswegen werde eine für den 20. April angesetzte Aufsichtsratssitzung um mindestens zwei Tage verschoben, berichtet das Handelsblatt online. Eigentlich sollten auf dem Treffen der Kontrolleure die Einigung und deren Folgen für künftige Investitionen und Sparprogramme diskutiert werden. Als wahrscheinlich gilt eine Kostenbelastung in zweistelliger Milliardenhöhe.

Die Verzögerung verlängert die konfliktträchtige Lähmung des Konzerns bei zahlreichen strategischen Fragen. Jüngst war etwa der tiefe Konflikt zwischen VW-Markenchef Herbert Diess und Betriebsratsboss Bernd Osterloh öffentlich geworden. Diess muss die Rendite der gewinnschwachen Kernmarke steigern, Osterloh hält dessen Vorschläge dafür aber für ungeeignet. Diess hält die Positionen offensichtlich für derart verhärtet, dass er Osterloh unlängst seinen Rücktritt anbot - den der allerdings ablehnte.

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Volkswagen  hatte zuvor wegen der schwierigen Verhandlungen mit den US-Behörden auch schon die Veröffentlichung der Bilanz mitsamt einer Pressekonferenz verschoben. Der neue und bislang weiter gültige Termin ist der 28. April.

Wer gegen wen bei VW - lesen Sie dazu auch die Exklusiv-Geschichte "Wolfsburg Wars" aus dem aktuellen manager magazin.

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