Dienstag, 2. Juni 2020

4,8 Prozent weniger VW im April VW-Kernmarke fällt erneut zurück

In Deutschland gefragt: Doch das kann den Absatzrückgang der Kernmarke VW nicht egalisieren

Die Auto-Kernmarke im VW-Konzern hat im April dieses Jahres erneut ein Absatzminus eingefahren. Im Vergleich zum Vorjahr sank die Zahl der ausgelieferten Fahrzeuge um 4,8 Prozent auf 496.100 Stück, wie Volkswagen am Mittwochabend mitteilte. Europas größter Autobauer verzeichnet seit Monaten negative Zahlen beim Pkw-Verkauf.

Von Januar bis April seien damit insgesamt 1,98 Millionen Fahrzeuge veräußert worden nach 2,02 Millionen im selben Zeitraum vor einem Jahr. Probleme habe vor allem das Geschäft in Russland und Südamerika gemacht. Im Heimatmarkt Deutschland stieg die Zahl der ausgelieferten Pkw dagegen in den ersten vier Monaten um 7,6 Prozent auf 198.100.

"Vor allem Russland und die Region Südamerika brauchen weiter unsere volle Aufmerksamkeit", sagte der Vorstand für Vertrieb und Marketing, Christian Klingler.

In der Region Südamerika, vor allem in Brasilien, brachen die Verkäufe in dem Zeitraum um fast 20 Prozent auf 167.400 Pkw ein, teilte VW weiter mit. In China wurden 899.400 Volkswagen an den Mann gebracht, das waren 2,4 Prozent weniger als vor Jahresfrist.

Bei der Konkurrenz war es im April besser gelaufen: Die Premiumhersteller BMW und Daimler verkauften im vergangenen Monat mehr Fahrzeuge. Auch die VW-Tochter Audi steigerte ihre Absatzzahlen.

VW ringt mit Toyota um den Spitzenplatz unter den weltweit größten Autoherstellern. Die Wolfsburger hoffen, in diesem Jahr mehr als die 2014 verkauften 10,14 Millionen Pkw und Lkw losschlagen zu können. Damit könnten sie die Japaner überholen, die für das Geschäftsjahr 2015/16 einen leichten Absatzrückgang auf 10,15 Millionen Fahrzeuge prognostizieren.

VW-Übermacht im Neuwagenmarkt wankt

rei/dpa/reuters

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung