Mittwoch, 27. Mai 2020

Kontakte zum Capitol Hill So viel Geld stecken Deutschlands Autobauer in die US-Lobby-Arbeit

4. Teil: General Motors: Die Caddy Tax

Die Cadillac Tax - keine Steuer auf Straßenkreuzer
Auch wenn der Name anderes vermuten lässt: Die "Cadillac Tax" hat abgesehen von ihrem Namen nichts mit General Motors zu tun - oder auch nur mit Autos. Die geplante Steuer bezieht sich auf Krankenversicherungsverträge, die Angestellte bei ihren Unternehmen abschließen. Bislang gelten diese "health plans" nicht als versteuerbares Einkommen. In den Augen mancher Politiker führt das dazu, dass Unternehmen ihre Mitarbeiter lieber mit Krankenversicherungen ausstatten als mit höheren (sehr wohl versteuerbaren) Löhnen. Die Caddy Tax soll das ändern und ab 2018 für Versicherungsverträge gelten, die mehr als 10.200 Dollar pro Jahr wert sind.

GM findet das unfair: Die Steuer würde Menschen dafür bestrafen, überdurchschnittlich gut krankenversichert zu sein. Laut "Wall Street Journal" sieht es derzeit gut für den Konzern aus Detroit und andere Gegner der Steuer aus. Es sei "jeden Tag weniger wahrscheinlich", dass die Cadillac Tax tatsächlich eingeführt werde. Der Senat habe Anfang Dezember für ihre Aufhebung gestimmt, auch das Repräsentantenhaus spreche sich dafür aus.

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