Wegen Corona-Einschränkungen Volkswagen senkt Produktion in China

Die Unruhen in China treffen auch deutsche Autobauer. Volkswagen hat die Produktion in einem Werk gestoppt, ein weiteres läuft auf reduzierter Auslastung. BMW macht seine Büros dicht.
China-Risiko: Wieder einmal musste Volkswagen wegen der Corona-Maßnahmen den Betrieb in chinesischen Werken herunterfahren

China-Risiko: Wieder einmal musste Volkswagen wegen der Corona-Maßnahmen den Betrieb in chinesischen Werken herunterfahren

Foto: AP/By Feng Zi/Color China Photo

Volkswagen hat wegen der Corona-bedingten Einschränkungen in China die Bänder in einem Werk angehalten und produziert andernorts weniger. "Die Produktion im Werk Chengdu wurde im Zusammenhang mit der aktuellen Corona-Welle vorübergehend gestoppt", teilte ein Sprecher am Montag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Reuters mit. Später konkretisierte er, die Bänder in der gemeinsam mit FAW geführten Fabrik im Südwesten Chinas seien schon vor einer Woche angehalten worden.

In Changchun im Nordosten sei die Produktion von zwei von insgesamt fünf Produktionslinien durch Teilemangel beeinträchtigt. Die weiteren Linien würden derzeit ausreichend versorgt. In den übrigen Werken laufe die Fertigung weitestgehend stabil. "Aufgrund der Volatilität der Situation sind allerdings kurzfristige Änderungen in der Fahrweise einzelner Produktionsstätten nicht ausgeschlossen", fügte der Sprecher hinzu. Die Aktie knickte am Montag leicht ein.

Null-Covid-Politik bedroht auch Apple

Die strenge Null-Covid-Politik Chinas bedroht auch das Geschäft vieler anderer westlicher Konzerne in der Volksrepublik. Vergangene Woche gab es erneut massive Unruhen in der größten iPhone-Fabrik von Foxconn. Mehrere Tausend Mitarbeiter sollen das Foxconn-Gelände im chinesischen Zhengzhou im Zuge der Proteste verlassen haben. Das dürfte schwerwiegende Folgen für Apple haben, denn die Produktionskapazitäten können nicht wie geplant ausgeweitet werden.

Bei BMW liefen die Werke in der Volksrepublik dagegen zuletzt normal. Konzernchef Oliver Zipse (58) hatte am Freitag gesagt, lediglich Büros seien geschlossen, weil die Mitarbeiter von Zuhause aus arbeiteten. Mercedes-Benz reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage, ob die Produktion in China beeinträchtigt sei.

dri/Reuters
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