Mittwoch, 19. Februar 2020

Autoabsatz USA im August VW fällt wieder zurück, BMW und Daimler punkten

Minus 8 Prozent: In einem überraschend gut gelaufenen Monat August, wo die Wettbewerber sich deutlich besser schlugen als erwartet, fiel Volkswagen in den USA zurück

Der kurze Aufwärtstrend von Volkswagen Börsen-Chart zeigen in den USA ist schon wieder zu Ende. Nach drei Monaten in Folge mit steigendem Absatz musste der Konzern für den Monat August ein sattes Minus vermelden. Bei der Konkurrenz von BMW Börsen-Chart zeigen und Daimler Börsen-Chart zeigen zogen die Verkäufe dagegen wieder an. Auch bei den großen US-Rivalen lief es besser als erwartet.

Insgesamt hat sich die Autobranche im August in den USA überraschend gut geschlagen und steuert dort auf das stärkste Jahr seit 2001 zu. Viele Experten waren wegen der Turbulenzen am Aktienmarkt von einem kräftigen Rückgang der Nachfrage ausgegangen.

Im Gesamtjahr kann die Branche nun mit einem Absatz von 17,8 Millionen Autos rechnen, 500.000 mehr als von Analysten bislang erwartet. "Alle für uns wichtigen Daten wie die Arbeitslosenquote, die Einkommen und der Benzinpreis sehen gut aus, und das sollte die Absätze auch weiter beflügeln", sagte der GM-Manager Kurt McNeil. Zudem sind die US-Leitzinsen weiter nahe Null, was Autokäufe begünstigt.

Geländewagen, Pickups und Trucks gefragt

Bei vielen Herstellern waren im vergangenen Monat vor allem Geländewagen (SUVs), Pickups und Trucks gefragt. Experten hatten wegen eines statistischen Effekts gleichwohl einen deutlichen Absatzrückgang erwartet, weil die Branche in diesem Jahr die Verkäufe des Labour-Day-Wochenendes erst in die September-Zahlen einfließen lässt. Im Vorjahr wurde diese im August verbucht, entsprechend höher waren Vergleichszahlen von vor Jahresfrist.

Insgesamt setzten die Autobauer zunächst vorliegenden Zahlen zufolge im August mit knapp 1,46 Millionen Fahrzeugen etwa 10.000 weniger als vor Jahresfrist ab. Für die ersten acht Monate 2015 steht damit ein Plus von 4 Prozent auf 10,76 Millionen Autos. Im Gesamtjahr 2014 waren in den USA 16,5 Millionen Autos verkauft worden.

Leichter Rückgang bei GM und Toyota

Der größte US-Autobauer, die Opel-Mutter GM, musste im abgelaufenen Monat zwar einen Absatzrückgang um 0,7 Prozent auf rund 270.480 Fahrzeuge hinnehmen. Analysten hatten aber ein Minus von fünf Prozent erwartet. Auch bei Toyota Börsen-Chart zeigen fiel der Rückgang mit knapp 9 Prozent auf 224.381 geringer aus als erwartet.

Gleichwohl mussten die Japaner damit Ford den Vortritt lassen: der US-Konzern konnte seinen Absatz um 5,4 Prozent auf 234.237 Stück steigern. Fiat Chrysler kam überraschend auf ein Plus von 1,7 Prozent auf 201.672 und konnte damit auch den 65. Monat in Folge zulegen.

BMW , Daimler, Audi und Porsche legen zu - VW nicht

Auch bei den deutschen Autobauern gab es unterschiedliche Vorzeichen: Bei Volkswagen Börsen-Chart zeigen stand ein Minus von etwa 8 Prozent auf rund 32.332 Wagen, bei der Konzern-Tochter Audi hingegen ein Plus von fast zehn Prozent auf knapp 18.794.

BMW und Daimler kamen jeweils nach einem kleinen Absatzknick im Juli dank ihrer Verkaufsschlager wieder auf die Beine. BMW steigerte seinen Absatz um zwei Prozent auf 32.864, Daimler mit den Marken Mercedes und Smart um 3,2 Prozent auf 31.250. Porsche kam auf ein Plus von 10,3 Prozent auf 5008 Wagen.

rei/reuters/dpa

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