Freitag, 6. Dezember 2019

VW verkauft rund 5 Prozent weniger Autos VW-Absatz geht global zurück, Zuwachs in China und Deutschland

VW-Neufahrzeuge auf dem Weg ins Autohaus: Da zwischen Bestellung und Auslieferung mehrere Wochen liegen, dürfte sich der Abgasskandal erst mit Verzögerung auf den Absatz auswirken

Volkswagen muss inmitten des Skandals um manipulierte Abgaswerte von Dieselmotoren weitere Absatzrückgänge hinnehmen. Der Konzern verkaufte im Oktober mit 490.000 Autos weltweit 5,3 Prozent weniger Fahrzeuge der Kernmarke VW als ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Freitag in Wolfsburg mitteilte.

Im weltweit größten Automarkt China legte Europas größter Autobauer hingegen zu und lieferte 1,8 Prozent Autos mehr aus. Auch in Deutschland gab es mit 1,9 Prozent ein Plus.

In Europa stand ein Rückgang von 1,1 Prozent zu Buche, in Russland und Südamerika sank der Absatz weiter kräftig. Seit Jahresanfang wurden konzernweit 4,84 Millionen Autos ausgeliefert, rund 4,7 Prozent weniger als 2014.

Weil zwischen Bestellung und Auslieferung vieler Autos in Deutschland meist mehrere Wochen oder sogar Monate liegen, könnte sich die Abgas-Affäre auch erst später in den Verkaufszahlen niederschlagen. Bisher gibt es nach Angaben von VW kein größeres Nachfrage-Minus.

An der Börse reagierten die Anleger mit Käufen auf die jüngsten Absatzzahlen von VW. Die Aktie baute ihre Gewinne auf zuletzt 3 Prozent aus. Händler verwiesen auf die gestiegenen Absätze in Deutschland und in China.

la/dpa

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