Samstag, 21. September 2019

Vorstellung des Solar-Elektroautos Sion Ein Weltverbesserer-Auto als Warnschuss für die Autoriesen

4. Teil: Welcher Erfolg Sono Motors schon jetzt sicher ist

Doch einen Erfolg kann Sono Motors schon jetzt für sich verbuchen: Das junge Dreierteam hat gezeigt, dass sich ein Elektroauto-Prototyp zu vergleichsweise geringen Kosten realisieren lässt. Denn der einstellige Millionenbetrag, den der Sion bislang kostete, ist nur ein Bruchteil jener Summen, die bei den großen Autoherstellern in die Entwicklung eines neuen Modells fließen.

Und das sollte den deutschen Autoriesen zu denken geben. Denn das bedeutet im Umkehrschluss, dass sich Elektroautos tatsächlich viel leichter auf vier Räder stellen lassen als ihre Brüder mit Verbrennungsmotoren. Und es zeigt, dass sich die Branche auf neue Konkurrenten einstellen muss.

Ein potenzieller Sono Motors-Konkurrent läuft sich schon warm

Einer, der mit einem ganz ähnlichen Konzept punkten will, läuft sich schon warm: Der Gründer des Unternehmens Streetscooter, das nun zur Deutschen Post gehört und deren neue Elektro-Lieferwagen fertigt, hat vor kurzem seine neue Elektroauto-Marke e.Go Mobile ins Leben gerufen.

Der erste Pkw-Streich von RWTH Aachen-Professor Günter Schuh, der e.Go life, soll ein mit 16.000 Euro ebenfalls erschwingliches Elektroauto für die Stadt werden. Die Fabrik dafür entsteht bereits in Aachen- und der Wagen soll ab Mitte 2018 bereits in den Handel kommen. Schuh bezeichnete den Sion schon mal als "sehr interessant".

Was die Top-Manager der Automobilbranche zum jungen Startup aus München sagen, ist noch nicht überliefert. Gesichert ist jedoch, dass sie den kalifornischen Elektroauto-Pionier Tesla Motors anfangs vor allem belächelten. Diesen Fehler wollen sie wohl nicht wiederholen.

© manager magazin 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung