Mittwoch, 22. Mai 2019

EXKLUSIV Thomas Sedran über autonomes Fahren VW schraubt Erwartungen an Roboterautos herunter

VWs Robotershuttle-Prototyp Sedric: Frühestens 2025 dürfte man solche Fahrzeuge in den ersten Städten sehen, dämpft VW nun überzogene Erwartungen

Volkswagens Leiter für autonomes Fahren meint: "Bislang waren fast alle Prognosen zu optimistisch." Angst vor Angreifern wie Uber und Waymo hat er nicht.

Volkswagen-Topmanager Thomas Sedran warnt vor dem Glauben an einen schnellen Siegeszug des autonomen Fahrens. "Bislang waren fast alle Prognosen zum autonomen Fahren zu optimistisch", sagte Sedran dem manager magazin. Er ist bei Volkswagen für das künftige Geschäft mit Mobilitätsdiensten zuständig und zudem Vorstandschef von VWs Nutzfahrzeugsparte.

"Mindestens bis 2030 wird das Robotertaxi das eigentliche Geschäftsmodell der Automobilindustrie nicht wesentlich verändern", prognostizierte Sedran. "Die Menschen werden weiter Autos kaufen, die Hersteller weiter Gewinne machen."

Die Zeit der übergroßen Angst vor Tech- und Mobilitätsunternehmen wie Uber, Lyft und Waymo sei vorbei, sagte Sedran. Einige Visionäre, besonders im Silicon Valley, hätten die Komplexität der Technik unterschätzt.

Volkswagen habe den Vorteil, dass man künftig ein Gesamtpaket aus eigenen Fahrzeugen, der Technik für autonomes Fahren und dem Mobilitätsdienst bieten werde. Wann man dieses Geschäft großflächig ausrollen könne, "das weiß heute niemand", sagte Sedran: "Vielleicht 2025 in den ersten Städten; unter bestimmten Nutzungsbedingungen und eher nicht in Europa".

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